Starkes Immunsystem: Was bedeutet das eigentlich?

Vor allem in der kalten Jahreszeit oder dann, wenn Politik, Lobby und Medien immer wiederkehrende Pandemien für ihre Zwecke instrumentalisieren, ist auch unser Immunsystem in aller Munde.

Was aber ist genau unser Immunsystem, und warum ist es so wichtig, dieses zu stärken?

Beim Immunsystem handelt es sich um ein biologisches Abwehrsystem, das Schädigungen unseres Körpers durch Krankheitserreger verhindern soll. Grob gesagt ist unser Immunsystem ein ganzer Komplex an Organen und einzelnen Zellen, die eine entsprechende Schutzfunktion übernehmen.

So sind u.a. unsere Haut, die Schleimhäute, die Augen, unsere Atemwege, die Mundhöhle, der Magen, die Leber, das Harnsystem sowie unser Darm wichtige Bestandteile unserer körpereigenen Immunabwehr. Weiterhin sind die in den Blutgefäßen und im Lymphsystem vorhandenen Zellen wie z.B. Leukozyten („weiße Blutkörperchen“) unerlässlich, denn sie können Pathogene im Körper erkennen und bekämpfen bzw. unschädlich machen.

Der menschliche Körper ist sein Leben lang ein ausgesprochen beliebter Wirt für Krankheitserreger wie Bakterien, Viren, Pilze & Co., denn alle diese Mikroorganismen benötigten eine gute Lebensgrundlage, die unser Organismus mitbringt. In der Tat sind wir unser Leben lang Träger dieser Mikroorganismen. Es gibt Pathogene, die relativ schnell wieder in unserem Körper absterben und beseitigt werden. Andere wiederum leben Jahrzehnte lang quasi in Saus und Braus in unserem Organismus, vermehren sich und beschädigen unsere Zellen und damit zum Teil ganze Gewebeschichten z.B. von Organen.

Wenn wir Krankheitssymptome, z.B. bei einem Schnupfen oder Husten entwickeln, dann ist uns durchaus bewusst, dass Pathogene unseren Körper in diesem Moment voll im Griff zu haben scheinen. Das Fatale ist, dass viele Krankheitserreger über einen sehr langen Zeitraum in unserem Körper überleben und sich ausbreiten können, ohne dass wir es zunächst bemerken. Erst, wenn Organschäden entsprechende Symptome in Form von Erkrankungen hervorrufen, wird deutlich, dass sich bestimmte Erreger sehr häuslich in unserem Körper eingerichtet haben.

Erkältung
Warum kann es überhaupt soweit kommen, wenn wir doch eine körpereigene Abwehr haben?

Ganz einfach, wenn diese zu schwach ist und wir die Erreger, die sich bereits in unserem Organsystem eingenistet haben, durch einen ungesunden Lebensstil nähren. Das passiert u.a. durch eine stark säurebildende Ernährung mit Lebensmitteln wie (Haushalts-)Zucker, Gluten oder tierischen Eiweißen.

Exkurs: Wie schütze ich mich vor Autoimmunerkrankungen?

Autoimmunerkrankungen sind in aller Munde, und sicherlich kennst auch du jemanden, der an einer solchen Erkrankung leidet. Schon allein die Bezeichnung „Autoimmunerkrankung“ bereitet vielen Menschen ein mulmiges Gefühl, wird uns doch von Seiten der Schulmedizin immer wieder verdeutlicht, dass bei einer Autoimmunerkrankung das Immunsystem den eigenen Körper angreift.

Ich kann dich an dieser Stelle aber beruhigen: Dein Immunsystem wird niemals den eigenen Körper angreifen, dessen Teil es ja darstellt, angreifen. Das wäre auch ganz schön dumm von unserem Immunsystem, denn damit würde es den eigenen Lebensraum zerstören.

Letztendlich bedeutet jedes Antikörpergeschehen in unserem Körper, dass unser Immunsystem ein Pathogen angreift, was entsprechende Symptome hervorruft. Je mehr Pathogene du in deinem Körper hast und desto stärker du diese mit Substanzen fütterst, die sie nähren und stärken, desto größer ist die Gefahr, an einer sogenannten Autoimmunerkrankung wie z.B. Hashimoto, Sklerodermie, multiple Sklerose, Fibromyalgie, Lupus oder rheumatoider Arthritis zu erkranken.

Merke: Dein eigenes Immunsystem greift niemals den Körper an, indem es lebt. Es reagiert lediglich auf die darin lebenden Pathogene und versucht stets, diese zu bekämpfen.

 

Starkes Immunsystem: Diese Nahrungsmittel helfen!

Um dich dauerhaft vor akuten wie auch vor chronischen (Autoimmun-)Erkrankungen zu schützen, ist es unabdingbar, dass du dein Immunsystem stärkst. Das bedeutet, dass du wirklich ganzjährig Maßnahmen ergreifst, die deinem biologischen Abwehrsystem zugutekommen und die körpereigenen Selbstheilungskräfte aktivieren.

Wie du dein Immunsystem langfristig stärkst, kannst du in diesem Artikel nachlesen: >> 10 Tipps für ein starkes Immunsystem.

In diesem Artikel hier möchte ich nun näher auf das Thema Ernährung eingehen und dir 10 Lebensmittel vorstellen, die (neben allen anderen basenbildenden Nahrungsmitteln) bei regelmäßigem Verzehr ganz besonders zu einer starken Immunabwehr beitragen.

 

10 Lebensmittel für ein starkes Immunsystem

1.) BEEREN

Beeren sind vor allem bekannt für ihren hohen Anteil an heilsamen Antioxidantien. Ob Erdbeeren, Johannisbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Holunderbeeren oder Brombeeren, sie alle sind wertvolle Früchte, die am besten täglich auf dem Speiseplan stehen sollten. Die leckeren Früchte wirken antibakteriell und schützen uns vor Pathogenen wie Bakterien und Viren. Kein Wunder, denn in Beeren stecken neben den Antioxidantien zahlreiche weitere sekundäre Pflanzenstoffe wie auch die Vitamine A, C, E und B sowie Eisen, Zink, Magnesium, Chrom und Kalium.

TIPP:

In den Sommermonaten kannst du Beeren auf entsprechenden Feldern oder auch wild an Sträuchern (z.B. Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren) pflücken. Gefrorene Beeren sind eine sehr gute Alternative zu den frisch gepflückten Früchten. Des Weiteren ist Holunderbeerensaft eine echte Vitamin-C-Bombe.

 

2.) GRÜNES BLATTGEMÜSE

Blattgemüse wie z.B. Kopfsalat, Eisbergsalat, Feldsalat, Endiviensalat oder Radicchio sind ganz wunderbare Heilmittel und sollten möglichst täglich auf deinem Speiseplan stehen. Sie sorgen für ein basischeres Milieu im Verdauungstrakt wie auch im Lymphsystem und reinigen letzteres von allen Giftstoffen. Die in Blattgemüse enthaltenen Alkaloide, Mikronährstoffe, Enzyme, Vitamine und sonstigen Pflanzenstoffe wirken gegen Viren, Bakterien und Schimmelpilze.

TIPP:

Wenn du grünem Blattgemüse, grünen Smoothies & Co. gar nichts abgewinnen kannst, dann verwende zu deinen herzhaften Hauptmahlzeiten wenigstens ein paar Blätter als Garnierung und esse diese mit. Das ist besser als gar nichts.

Alternativ sind auch entsprechende Nahrungsergänzungsmittel z.B. in Pulverform mit getrockneten Blattsalaten, Kräutern, Algen und anderen gesunden Lebensmitteln in konzentrierter Form erhältlich.

 

3.) HAGEBUTTEN

Das in der Hagebutte enthaltene Vitamin C verfügt über die beste Bioverfügbarkeit und kann andere Arten von Vitamin C (z.B. aus Obst und Gemüse) bei gleichzeitiger Aufnahme erheblich aufwerten. Hagebutten wirken entzündungshemmend, stärken unsere weißen Blutkörperchen und stärken die Abwehrkräfte gegen Viren, Bakterien und unerwünschte Pilze.

TIPP:

Hagebutten kannst du in den Herbstmonaten hierzulande selbst pflücken. Bereits zwei Hagebutten decken deinen kompletten Vitamin-C-Bedarf. Teile die Früchte in zwei Hälften, entnehme die Kerne und verzehre sie am besten noch frisch. Alternativ kannst du ganzjährig qualitativ hochwertige Hagebutten-Produkte wie Pulver und Kapseln in Biomärkten, Reformhäusern oder direkt bei Herstellern von Nahrungsergänzungsmitteln erwerben.

Hagebutten

4.) HONIG

Honig ist aufgrund seiner Heilwirkung in der Tat flüssiges Gold. Die in ihm enthaltenen Pflanzenstoffe töten pathogene Keime ab und wirken immunstärkend. Naturreiner Honig ist ein Adaptogen (= biologisch aktiver Pflanzenstoff) der Sonderklasse und damit ausgesprochen wichtig für den Erhalt unserer körpereigenen Abwehrkräfte. Er hemmt die Vermehrung von pathogenen Keimen und reduziert damit die Last der von ihnen freigesetzten entzündungsfördernden Giftstoffe. Zudem ist er in der Lage unsere DNA zu reparieren. Ein wahrer Segen für unsere Gesundheit!

 

5.) INGWER

Ingwer ist mit seiner antiviralen, antibakteriellen und antiparasitären Wirkung ein wahrer Segen für unser Immunsystem. Weiterhin ist er ein starkes Anti-Stress-Mittel, denn die in ihm enthaltenen Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren, Enzyme und Koenzyme dämpfen unsere ständige Reaktionsbereitschaft und lindern damit Stress. Damit profitiert unsere körpereigene Abwehr doppelt vom regelmäßigen Verzehr der Ingwerwurzel, denn Stress ist ein absoluter Immun-Killer.

TIPP:

Frische Ingwerscheiben 10 Min. in heißem Wasser ziehen lassen und mit Honig würzen – ein wärmendes Getränk für kalte Tage, das zusätzlich unser Immunsystem stärkt. Der Ingwer-Shot ist ebenfalls ein scharfer Immun-Booster, der ganzjährig am besten morgens getrunken wird, um den Stoffwechsel auch gleich ordentlich anzukurbeln.

 

6.) KNOBLAUCH

Knoblauch zählt zu den heimischen Superfoods und ist Medizin pur! Er ist besonders reich an Allicin, einer schwefelartigen Verbindung, die in vielen Fällen krankheitsvorbeugend wirkt. Die nährstoffreiche Knolle wirkt gegen Viren, Bakterien, Pilze sowie Parasiten und kann den Dickdarm von giftigen Metallen befreien.

TIPP:

Verwende am besten frischen Knoblauch, z.B. in Salaten, Dressings oder als Topping für leckere Pfannen- und Ofengerichte.

Pssst… wenn du am nächsten Tag einen wichtigen Termin oder ein Date hast, kannst du am Vortag selbstverständlich auch mal auf frischen Knoblauch verzichten. 😉

Knoblauch

7.) KRÄUTER & GEWÜRZE

Frische wie auch getrocknete Kräuter und Gewürze enthalten bei gleichem Gewicht wesentlich mehr gesundheitsfördernde Antioxidantien als jede andere Lebensmittelgruppe. Damit sind sie die perfekten Immun-Booster und ein absolutes Muss in deinem täglichen Speiseplan.

TIPP:

Verwende täglich sowohl frische (alternativ: TK-) Kräuter wie auch Gewürze wirklich großzügig in deinem Speiseplan. Ob Kurkuma-Pulver im Mittagessen, frische Gartenkräuter im Salat oder Zimt im Müsli oder im Obstsalat – sei kreativ und werte deine Speisen mit Kräutern und Gewürzen auf.

Ebenso sind frisch zubereitete Kräutertees auf Basis von Zitronenmelisse, Brennnessel, Thymian und  Katzenkralle eine schmackhafte Möglichkeit, das Immunsystem regelmäßig zu stärken.

8.) STAUDENSELLERIESAFT

Neben zahlreichen Vitaminen und Mineralstoffen enthält insbesondere frisch gepresster Selleriesaft vor allem sogenannte Natrium-Clustersalze, die Viren bekämpfen bzw. die Viruslast im Körper reduzieren können. Sie sind auf diese Weise ein unglaubliches Antiseptikum und stärken das Immunsystem des gesamten Körpers.

TIPP:

Trinke Selleriesaft am besten frisch gepresst morgens auf nüchternen Magen. Dann kann der Saft seine antivirale und entgiftende Wirkung im Magen-Darm-Trakt am besten entfalten.

Alternativ kannst du auch frisch gepresstes Gurkenwasser, Zitronenwasser oder Kokoswasser trinken. All diese Getränke wirken basisch und reinigend auf den Organismus und tragen somit zu einem starken Immunsystem bei.

9.) (Süß-) KARTOFFELN

Kartoffeln sind wahre Nährstoffbomben, denn sie zählen zu den wenigen Pflanzen, die in der Lage sind, Höchstmengen an Mineralstoffen und Spurenelementen aus der Erde aufzunehmen. So sind sie nicht nur reich an Kalium und Vitamin B6, sondern sie enthalten auch reichlich Lysin in hoch bioverfügbarer Form. Diese Aminosäure ist ein starker Schutzwall gegen Krebs, Lebererkrankungen und Entzündungen sowie gegen Viren. Süßkartoffeln begünstigen die guten Bakterien im Verdauungstrakt und lassen gleichzeitig die schlechten Bakterien und Pilze aushungern.

TIPP:

Variiere in der Verwendung von Kartoffeln. Mit frischen Kräutern gewürzte Kartoffelscheiben im Backofen gebacken sind eine immunstärkende Beilage zu zahlreichen Gerichten und eine gesunde Alternative zu Pommes Frites, die i.d.R. voll mit giftigen Transfetten sind.

Leichte Sommersalate kannst du mit gebackenen Süßkartoffelwürfeln zu einem sättigenden Hauptgericht aufwerten.

An kalten Tagen schmecken deftige Gemüsesuppen mit Kartoffeln oder eine pürierte Süßkartoffelsuppe besonders gut.

Kartoffeln

10.) ZWIEBELN

Zwiebeln sind die Antibiotika der Natur. Ob Porree, Schnittlauch, Bärlauch, Frühlingszwiebeln, rote und weiße Zwiebeln – sämtliche Allium-Gewächse bereichern unseren Speiseplan um ein Vielfaches. Sie töten sämtliche Viren, Bakterien und sonstige Pathogene in unserem Organismus ab und sind hervorragende Schleimlöser (deswegen ein hervorragendes Mittel gegen Atemwegserkrankungen).

TIPP:

Peppe Salate immer mit frischen Zwiebelringen oder feinen Zwiebelwürfeln auf. Auch in herzhaften Pfannen- und Ofengerichten machen die natürlichen Antibiotika stets eine gute Figur. Ebenso kannst du rote Zwiebeln vierteln und einfach auf einem mit Backpapier belegten Blech backen.

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