5 Tipps für deine Gesundheit

Was versteht man unter Selbstheilung?

Selbstheilung hat nichts mit Esoterik oder Magie zu tun, sondern ist vielmehr ein biologisches Prinzip, das uns von Natur aus mitgegeben wurde. Unter Selbstheilung versteht man die Fähigkeit des Körpers, Krankheitszustände zu überwinden und wieder gesund zu werden. Sind die natürlichen Selbstheilungskräfte des Körpers überfordert und damit geschwächt, haben Krankheiten ein leichtes Spiel und können ohne Hilfe von außen nur schwer auskuriert werden.

Der menschliche Organismus verfügt damit also über eine Art innerer Doktor. Zusammengefasst funktioniert Selbstheilung wie folgt: Unser Körper wird vom Gehirn gesteuert, das als zentrale Kommandozentrale das Herz-Kreislauf-System, den Hormonhaushalt, das Nerven- wie auch das Immunsystem reguliert. Geht im Gehirn von einem Körperbereich nun ein Signal ein, dass an dieser Stelle etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist, aktiviert es sofort die natürlichen Selbstheilungskräfte. Verschiedene komplexe Prozesse, wie zum Beispiel das Reparieren und Erneuern von Körperzellen werden damit in Gang gesetzt und sorgen dafür, dass unser Körper von selbst heilt.

Damit der Körper seine natürlichen Selbstheilungskräfte stets aktiviert hat und seine Arbeit zuverlässig erledigen kann, ist es wichtig, dass wir achtsam gegenüber unseren eigenen Bedürfnissen sind. Die folgenden 5 Tipps wirken dabei unterstützend:

 

Tipp Nr. 1: Gib deinem Körper natürliche Nahrung.

Eine basisch-orientierte Ernährung mit möglichst schadstoffarmen Nahrungsmitteln natürlichen Ursprungs ist eine wichtige Grundlage für einen gesunden Körper und damit auch eine starke und zuverlässige Immunabwehr. Nur, wenn jede einzelne unserer Körperzellen mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt ist, kann sie ihre Arbeit zuverlässig erledigen.

Grundsätzlich lässt sich also sagen, dass eine Ernährung auf der Basis von möglichst natürlichen, unverarbeiteten Nahrungsmitteln ein gutes Fundament für eine starke Immunabwehr darstellt.

Da die Nahrungsmittel heutzutage aufgrund nährstoffarmer Böden, Umweltbelastungen, Gen-Manipulation und Um- bzw. Neuzüchtungen leider nicht mehr die Nährstoffdichte nachweisen wie noch vor 10-20 Jahren, ist es zudem empfehlenswert, je nach individuellem Bedarf und in Absprache mit einem Arzt, Heilpraktiker oder Gesundheitscoach die Ernährung durch qualitativ hochwertige Ergänzungen wie Vitamine, Mineralstoffe oder Bitterstoffe aufzuwerten.

Des Weiteren ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unerlässlich für eine starke Immunabwehr und der Förderung unserer körpereigenen Selbstheilungskräfte. So stellen z.B. unsere Schleimhäute eine wichtige Barriere in der Abwehr von Krankheitserregern wie Viren und Bakterien dar. Sind die Schleimhäute jedoch zu trocken, haben Erreger ein Leichtes, in unseren Körper einzudringen und sich auszubreiten, was letztendlich zu unangenehmen Krankheitssymptomen führt. Hinzu kommt, dass bereits eingedrungene Krankheitserreger aufgrund trockener Schleimhäute nicht aus dem Körper herausbefördert werden können. Das gilt auch für toxische Substanzen wie z.B. Schwermetalle, die wir u.a. über die Nahrung, über Pflegeprodukte oder über die Atemluft in unseren Körper aufnehmen oder die als Stoffwechsel-Abbauprodukte entstehen und aus dem Körper herausbefördert werden müssen, um keinen Schaden anzurichten. Für die Ausscheidung benötigt unser Organismus Flüssigkeit ebenso wie für den Transport wichtiger Nährstoffe zu den einzelnen Zellen. Deswegen ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ebenso wichtig für unsere Selbstheilungskräfte wie die tägliche Aufnahme aller wichtiger Nährstoffe über die Ernährung.

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Tipp Nr. 2: Höre auf die Signale deines Körpers.

Unser Körper ist ein wahres Wunderwerk der Natur, und er weiß sehr genau, was ihm guttut und was nicht. Damit aber nicht genug! Er kommuniziert sogar mit uns und zeigt uns ganz deutlich, was er wann in welchem Umfang benötigt, und er signalisiert uns auch unmissverständlich, wenn ihn etwas belastet oder er einen Mangel hat. Ganz gleich, ob du dich müde und erschöpft fühlst, verspannt bist oder dich gerädert fühlst, antriebslos und demotiviert bist, ob du brüchige Haare und Fingernägel oder eine unreine Haut hast, an Appetitlosigkeit oder Fressattacken leidest oder anderweitige Krankheitssymptome zeigst… all das sind Warnsignale deines Körpers, dass etwas nicht mit ihm stimmt und er deine Unterstützung benötigt.

Aus diesem Grund solltest du die Warnsignale deines Körpers stets aufmerksam wahrnehmen und dagegen steuern. Wenn du dir unsicher bist, was die einzelnen Symptome bedeuten, dann hole dir Rat bei einem Mediziner, Naturheilkundler oder qualifizierten Berater.

 

Tipp Nr. 3: Reduziere Stress in deinem Alltag.

Stress ist pures Gift für Körper und Geist und schwächt unsere natürlichen Selbstheilungskräfte. Es ist eine ganz individuelle körperliche wie auch psychische Reaktion auf unterschiedlichste Gegebenheiten und kann sich bei jedem Menschen anders auswirken. Insbesondere länger andauernder Stress kann zu ernsthaften körperlichen wie auch seelischen Erkrankungen führen. Langfristige Stressbelastungen schwächen das Immunsystem, erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, können dauerhafte Muskelverspannungen und Migräne verursachen und sind oft die Ursache für psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Burnout.

Zusammengefasst läuft eine Stress-Reaktion unseres Körpers wie folgt ab:

Nach der Wahrnehmung einer bestimmten Situation durch unsere Sinnesorgane entsteht ein sogenannter Schreckmoment, welcher dafür sorgt, dass alle Stoffwechselvorgänge im Körper heruntergefahren werden, um uns auf die bevorstehende Aktion vorzubereiten. Anschließend mobilisiert unser Organismus mithilfe von Adrenalin und anderen Stresshormonen all seine Energie, was dazu führt, dass unser Puls ansteigt und unsere Muskeln aktiviert werden. Nach dieser Alarmierung handelt unser Organismus und reagiert entsprechend auf die jeweilige Situation. Während unsere Vorfahren die freigesetzte Energie in dieser Phase tatsächlich wieder abbauen konnten, indem sie zum Beispiel vor Raubtieren flohen oder diese in einem Kampf erlegten, kann diese ganze Energie in der heutigen zivilisierten Neuzeit gar nicht mehr abgebaut werden.

Früher konnte unser Organismus im Anschluss auf Stresssituationen wieder herunterfahren und sich erholen. Da wir im heutigen Alltag sehr oft dauerhaftem Stress ausgesetzt sind, kann der Körper nicht mehr von der Alarmierungs- und Handlungsphase umschalten in die Erholungsphase. Folge: Der Hormonspiegel bleibt dauerhaft auf einem hohen Niveau, Stresshormone werden nahezu ununterbrochen produziert, und unser Organismus befindet sich permanent im Alarmzustand. Und das bedeutet, dass unsere Selbstheilungskräfte geschwächt sind.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass du dir regelmäßig Pausen gönnst, ausreichend schläfst und der Schlafqualität viel Aufmerksamkeit zukommen lässt, auf eine bewusste und gleichmäßige Atmung achtest (denn auch diese ist unheimlich beruhigend), regelmäßig Entspannungstechniken in deinen Alltag einbaust und dich zudem von negativen Gedanken, Dingen und Menschen distanzierst, denn sie haben eine toxische Wirkung auf deine Gesundheit.

Fokussiere dich in deinem Alltag vielmehr auf die schönen Dinge im Leben, die dich mit Freude erfüllen und dein Wohlbefinden fördern. Allein dieser Perspektivwechsel kann bereits dazu beitragen, dass individuelle Stresslevel zu senken.

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Tipp Nr. 4: Bewege dich regelmäßig an der frischen Luft.

Regelmäßige Bewegung fördert unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Insbesondere dann, wenn du dich regelmäßig in der Natur bewegst, stärkst du ganz gezielt deine körpereigenen Abwehrkräfte durch Terpene, die die Pflanzen abgeben. Das sind chemische Verbindungen, die die Pflanzen absondern, um untereinander zu kommunizieren. Durch den Austausch dieser Stoffe unterstützen sich die Pflanzen gegenseitig dabei, tierische Schädlinge, Pilze und Bakterien abzuwehren. In der Natur gibt es mehrere Tausend verschiedene Terpene, die wir Menschen über die Atmung und über die Haut aufnehmen. Zwar können wir diese chemischen Verbindungen mit unseren Sinnesorganen nicht wahrnehmen, wir nehmen sie aber dennoch über die Luft auf und fördern dadurch unsere Selbstheilungskräfte, denn Terpene stimulieren nachweislich Immunzellen wie die natürlichen Killerzellen. Dadurch werden unsere körpereigenen Selbstheilungskräfte gestärkt.

Damit aber nicht genug! Wer sich regelmäßig bewegt, trägt letztendlich seine eigene Apotheke bei sich. Sportmediziner fanden heraus, dass die Botenstoffe von regelmäßig bewegten Muskeln das Herz stärken, Fettdepots schmelzen lassen und den Blutdruck senken. Kein Wunder, denn Muskeln sind das größte Stoffwechselorgan unseres Körpers. Sie schütten bei körperlicher Aktivität hormonähnliche Botenstoffe, sogenannte Myokine, aus. Diese haben im Körper verschiedene Aufgaben und stimulieren u.a. die Bildung neuer Abwehrzellen, wirken entzündungshemmend, steigern den Fettstoffwechsel, machen die Zellen empfänglicher für Insulin und können sogar Krebs entgegenwirken, indem sie die Killerzellen gezielt zum Tumor lotsen und damit bewirken, dass diese das krankmachende Gewebe angreifen gönnen.

Somit ist regelmäßig Bewegung in der Natur eine wichtige Säule, wenn es darum geht, die natürlichen Selbstheilungskräfte zu stimulieren.

 

Tipp Nr. 5: Sei stets positiv und glaube an dich.

Negative Gefühlszustände wie zum Beispiel Angst, Schmerz, Wut, Neid, Eifersucht, Aggressivität, Ekel, Trauer und Misstrauen bedeuten Dauerstress für Körper und Geist und schwächen damit unsere natürlichen Selbstheilungskräfte. Möchtest du deiner Gesundheit etwas Gutes tun und deine Selbstheilungskräfte unterstützen, solltest du an einer positiven Lebenseinstellung arbeiten. Sicherlich ist das in vielen Lebenslagen nicht immer leicht, und oft tragen bestimmte Gegebenheiten dazu bei, dass negative Emotionen geradezu in uns provoziert werden. Jedoch bringt bereits die kleinste seelische Störung unseren Körper aus der Balance und verstärkt damit das Risiko für gesundheitliche Beschwerden.

Wie bereits unter Tipp 3 erwähnt, kann ein Perspektivwechsel mit dem Fokus auf die schönen Dinge im Leben dazu beitragen, das Stress-Niveau erheblich zu senken. Das Pflegen von guten sozialen Kontakten, viel Selbstliebe und Dankbarkeit sind drei wichtige Grundpfeiler, die maßgeblich dazu beitragen, stets positiv durchs Leben zu schreiten. Bedenke immer: Ein positives Mindset ist Balsam für die Seele und gibt dir unheimlich viel Kraft.

Hinzu kommt, dass unser Körper grundsätzlich dazu in der Lage ist, Krankheiten ganz aus eigener Kraft auszukurieren. Je nachdem, wie stark unsere natürlichen Selbstheilungskräfte bzw. wie intakt unser Immunsystem ist, nimmt dieser Prozess bei dem Einen weniger Zeit, bei dem Anderen mehr Zeit in Anspruch oder ist entsprechend erfolgreicher oder erfolgloser.

Was vielen Menschen nicht bewusst, aber insbesondere vonseiten der Neurowissenschaften mehrheitlich belegt ist: Bei der natürlichen Selbstheilung können positiv formulierte, kraftvolle Gedanken und Gefühle wie eine Arznei auf den Organismus wirken, denn über unser Bewusstsein lassen sich zahlreiche körperliche Reaktionen gezielt beeinflussen. Damit wirken unsere Emotionen und unsere innere Einstellung stets auf unsere Körperzellen ein und können somit auch unser physisches Leben beeinflussen. Eine positive Grundeinstellung zum Leben wirkt sich demnach also förderlich auf unsere Selbstheilungskräfte aus. Unterstützend wirken dabei Affirmationen, Mentaltraining und Meditation.

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Quellen:

  • Clemens G. Arvay, Der Biophilia-Effekt – Heilung aus dem Wald
  • Eva Robild, Grüne Pausen für die Seele
  • Joe Dispenza, Schöpfer der Wirklichkeit – Der Mensch und sein Gehirn – Wunderwerk der Evolution
  • Joe Dispenza, Du bist das Placebo – Bewusstsein wird Materie
  • Pierre Franck, Das Gesetz der Resonanz
  • https://focus-arztsuche.de/magazin/ratgeber/myokine-die-heilkraft-der-muskeln