Stressfrei durch die Weihnachtszeit

Stressfrei durch die Weihnachtszeit

5 Tipps: Stressfrei durch die Weihnachtszeit

Alle Jahre wieder… kommt der Weihnachtsstress

Weihnachten – die besinnlichste Zeit des ganzen Jahres. Die Zeit der Liebe, der Freude und des fröhlichen Zusammenseins. In der Realität sieht das Ganze sehr häufig leider ganz anders aus: Stress, Stress und nochmals Stress.

Erwartungen an das Weihnachtsfest werden viel zu hochgeschraubt, und oft mutet man sich selbst und seinen Mitmenschen einfach viel zu viel zu, was nicht selten zu Frust, Enttäuschungen und Streit führt. Ob es der Besuch der Verwandtschaft über die Feiertage ist, das perfekte Weihnachtsmenü, die Geschenke für die Liebsten, das Aussuchen des Weihnachtsbaums, das Schmücken der Wohnung, die weihnachtliche Außenbeleuchtung und vieles mehr.

Hinzu kommt, dass die meisten Unternehmen bis zu Weihnachten noch alle laufenden Arbeitsaufträge vom Tisch haben und mit dem Jahr abschließen wollen, was für Arbeitnehmer, aber auch für selbstständige Einzelunternehmer nicht selten Arbeit am Limit bedeutet. Und dann sind da noch die ganzen privaten Verpflichtungen: Weihnachtsfeier vom Sportverein, Jahresabschlussfeier der Kumpels, Weihnachtsfeier vom Dart-Club, Jahresabschlusstreffen der Hunde-Freunde…

So wird diese eigentlich besinnliche Jahreszeit schnell zur stressigsten Zeit des Jahres.

Um das zu vermeiden, habe ich dir im Folgenden meine 5 besten Tipps aufgelistet, die dir dabei helfen können, dich in der Vorweihnachtszeit besser zu organisieren und die letzten Wochen im Jahr einfach mit weniger Druck und Stress genießen zu können.

 

Tipp 1: Plane rechtzeitig

Für die meisten von uns beginnt der Weihnachtsstress genau dann, wenn man eigentlich zur Ruhe kommen und das Jahr besinnlich ausklingen lassen soll. Oft arbeiten wir bis zum letzten Tag vor dem Weihnachtsfest und versuchen dann, noch alles unter einen Hut zu bekommen: Geschenke kaufen und verpacken, Einkäufe erledigen, Essen vorbereiten, die Wohnung putzen und festlich schmücken, zum Friseur gehen usw.

Meistens fehlt uns für diese Erledigungen in der Vorweihnachtszeit die Zeit – denken wir zumindest. Denn mal ganz ehrlich: wer mit Freunden und Kollegen gemütlich über Weihnachtsmärkte schlendern, von einer Weihnachtsfeier zur nächsten gehen kann und restliche Urlaubstage und/oder Überstunden mit ins neue Jahr nimmt oder sogar ganz verfallen lässt, der ist selbst schuld!

Klar, im Sommer mag keiner von uns bereits an Weihnachten denken. Dennoch kann man frühzeitig planen und sich zum Beispiel Notizen machen, wenn die Liebsten Wünsche äußern, die man ihnen zu Weihnachten erfüllen könnte.

Ebenso solltest du dir frühzeitig Gedanken darüber machen, wo du die Weihnachtsfeiertage verbringen möchtest und mit wem zusammen, ob du selbst Gäste einlädst und auf welche Weihnachtsfeier du im Vorfeld verzichten könntest, weil es dich einfach zu viel Zeit kostet.

Du hast noch Überstunden abzubummeln und noch Resturlaub für das laufende Jahr? Dann baue diesen auf jeden Fall noch im Dezember ab und gönne dir (sofern es der Dienstplan zulässt) wenigstens ein paar freie Tage vor dem Weihnachtsfest. Diese kannst du dann zum Beispiel dafür nutzen, Einkäufe und lästige Hausarbeiten zu erledigen, Essen vorzubereiten, Geschenke einzupacken etc., so dass du die Feiertage selbst dann ganz entspannt angehen kannst.

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Tipp 2: Mache dir deine Ziele und Wünsche bewusst

Bereits vor Beginn der Adventszeit solltest du dir im Klaren darüber sein, wie du die letzten Wochen des aktuellen Jahres verbringen möchtest. Dabei können dir folgende Fragen helfen:

  • Möchte ich die Feiertage zuhause verbringen, oder möchte ich Verwandte besuchen?
  • Möchte ich meine Familie zu Besuch haben, oder möchte ich lieber alleine mit Partner/Partnerin und Kindern feiern?
  • Ist es mir wichtig, dass die Wohnung weihnachtlich perfekt durchgestylt ist, oder reichen auch ein paar Kerzen oder ein Gesteck, zumal ich sowieso kaum zuhause bin?
  • Möchte ich an den Feiertagen in der Küche stehen und etwas Feines kochen, oder möchte ich mich lieber im Restaurant verwöhnen lassen?
  • Möchte ich in der Adventszeit abends mal ein paar ruhige, entspannte Stunden bei einem Weihnachtsfilm auf der Couch verbringen, oder treffe ich mich lieber mit Freunden und Kollegen auf dem Weihnachtsmarkt?
  • Ist es mir wichtig, auf jeder Weihnachtsfeier anwesend zu sein, oder wird mir das einfach zu viel, diesbezüglich noch auf jeder Hochzeit zu tanzen?

 

Tipp 3: Überprüfe deine Rituale

Das After-Work-Meeting auf dem Weihnachtsmarkt, der Adventskaffee bei Eltern und/oder Schwiegereltern, das Basteln eines individuellen Kalenders für die Liebsten, das große Plätzchenbacken mit den Kids, der vorweihnachtliche Feuerzangenbowle-Abend mit den Nachbarn, der Besuch in der Kirche an Heiligabend, das 3-Gänge-Weihnachtsmenü und, und, und.

Es gibt zahlreiche Rituale und Traditionen, die uns mehr Stress als Freude bescheren können. Das ist nämlich dann der Fall, wenn es einfach zu viel wird. Überdenke einfach mal diese alljährlichen Rituale und sortiere aus. Welche Traditionen bereiten dir wirklich Freude, und auf welche kannst du verzichten? Bespreche deine Entscheidungen auch mit den Betroffenen und biete ggf. Alternativen an. Wenn das Backen mit den Kids zum Beispiel zu viel Stress für dich bedeutet, und die Plätzchen meist sowieso keine Verwendung finden, dann biete dem Nachwuchs an, stattdessen einen Nachmittag mit ihnen auf den Weihnachtsmarkt zu gehen. Frage in der Familie nach, ob es wirklich notwendig ist, ein 3-Gänge-Menü am Heiligabend aufzutischen oder ob es auch ein einfacheres Gericht tut, was dir zudem ermöglicht, mehr Zeit mit deinen Gästen am Tisch zu verbringen. Und muss es unbedingt der selbst gebastelte Adventskalender für Schatzi sein?

Rituale können ganz schnell zu regelrechten Zwängen führen, die unheimlich Stress auf uns ausüben. Überlege also, ob du das eine oder andere Ritual nicht streichen kannst.

 

Tipp 4: Verabschiede dich von Perfektionismus

Perfektionismus ist einer der größten Zeitdiebe und Stressfaktoren überhaupt. Und somit kostet er uns auch in der Adventszeit enorm viel Zeit und Nerven. Das Fatale: Auch Menschen, die im sonstigen Alltag weniger zu Perfektionismus neigen, versuchen dann aber in der Weihnachtszeit alles möglichst perfekt zu machen. Warum? Weil es das soziale Umfeld erwartet, oder weil man diese Anforderungen an eine perfekt organisierte Weihnachtszeit einfach an sich selbst stellt.

Ist es aber wirklich unbedingt notwendig, die Wohnung mit farblich perfekt aufeinander Weihnachtsdeko komplett durchzustylen? Müssen es wirklich an allen drei Feiertagen festliche Mehr-Gänge-Menüs sein? Müssen die Geschenke für die Liebsten unbedingt mit zig Schleifen, Anhängern und Namenskärtchen versehen sein, oder freuen sich die Beschenkten auch, wenn ihre Geschenke einfach nur mit viel Liebe und ohne viel Verpackung übergeben werden?

Und noch etwas: NEIN, du musst es – nur weil Weihnachtszeit angesagt ist – nicht allen recht machen!  

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Tipp 5: Plane feste Ruhetage ein

Ja, neben der Arbeit gibt es in der Weihnachtszeit doch noch einiges zu erledigen, und es fallen noch etliche Termine an. Aber genau deswegen ist es unbedingt notwendig, dass du dir feste Ruhetage einplanst. Mindestens ein Tag in der Woche sollte der Entspannung dienen: ausschlafen, entspannt frühstücken, etwas lesen oder einfach auf der Couch lümmeln, Kerzenschein, weihnachtliche Düfte, leckerer Gewürztee, ein Entspannungsbad, ein ausgedehnter Winterspaziergang an der frischen Luft usw.

Es ist wichtig, dass du trotz aller Erledigungen ausreichend Zeit für dich einplanst. An diesen Tagen kommst du zur Ruhe und genießt die vorweihnachtliche Stimmung in vollen Zügen.

Wenn es möglich ist, dann nehme dir im Dezember doch ein paar Tage frei, z.B. einige Tage vor den Feiertagen oder auch mal ein bis zwei Tage im Vorfeld während der Adventszeit.

Ich persönlich plane zum Jahresende immer etwas mehr Freizeit ein, um diese besinnliche Zeit auch wirklich genießen und in aller Ruhe mit dem Jahr abschließen zu können.

In diesem Sinne wünsche ich dir eine möglichst stressfreie und harmonische Weihnachtszeit 😊

SOS-Tipps bei Erkältung

SOS-Tipps bei Erkältung

10 SOS-Tipps bei Erkältung

Erkältung – und nun?

Alle Jahre wieder…

Spätestens dann, wenn es draußen kalt und nass wird, ist wieder Viren-Hochsaison angesagt. Insbesondere im Herbst und Winter treffen wir immer wieder auf Menschen mit Schnupfen, Husten, Heiserkeit und Abgeschlagenheit. Ganz gleich, ob Influenza-A-, -B- oder -C-Viren, ob Corona- oder Rhinoviren – sie alle verursachen unangenehme Symptome im Hals-Nasen-Bereich und erschweren uns den Alltag.

Hat es uns erst einmal erwischt, ist jedoch kein Grund zur Panik angesagt, denn all diese Atemwegserkrankungen sind kein Grund zur Sorge, sofern wir einen gesunden Lebensstil pflegen und ein gut funktionierendes Immunsystem haben (das ab und zu auch mal trainiert werden möchte 😉).

Letztendlich verfügt unser Körper über sehr starke Selbstheilungskräfte, die natürlich davon abhängig von unserem gesamten Lebensstil sind. Je gesünder und ausgewogener, stressfreier und entspannter wir leben, desto besser funktionieren unsere Abwehrkräfte und damit auch die Regeneration. Während der eine einen grippalen Infekt bereits nach wenigen Tagen vollständig auskuriert hat, kann es bei einem anderen bis zu mehreren Wochen dauern.

Ist der Infekt erst einmal da, können verschiedene Maßnahmen dazu beitragen, die Dauer der Erkrankung zu verkürzen und die Genesung zu unterstützen. Folgende Tipps sollen dir dabei helfen:

 

(1) SOS-Tipps bei Erkältung:

Ruhe und Erholung

Sind wir erkältet, dann benötigt unser Körper vor allem eins: Ruhe und Erholung!

Insbesondere im Schlaf kommt unser Immunsystem erst richtig in Gang und läuft auf Hochtouren. Ist das Immunsystem am Tag durch sämtliche körperliche Aktivitäten abgelenkt, kann es sich nun voll und ganz um die Abwehr von Krankheitserregern kümmern. Kein Wunder also, dass viel Schlaf während einer Erkrankung zu einer schnellen Genesung führt.

Stress und körperliche Anstrengung sind übrigens Gift für unseren erkrankten Körper. Gönne dir ausreichend Ruhe, wenn du erkrankt bist und nimm‘ dir unbedingt eine Auszeit, auch von der Arbeit! Dein Körper wird es dir mit einer schnelleren Genesung danken.

Apropos Schlaf: Je weniger wir im Alltag schlafen, desto größer ist grundsätzlich die Gefahr der Entstehung von Krankheiten durch Erreger wie Viren und desto stärker werden entzündliche Prozesse im Körper gefördert. Gönne deinem Körper also regelmäßig Ruhe und Erholung.

Schlaf

(2) SOS-Tipps bei Erkältung:

Viel trinken

Unser Körper besteht zu einem Großteil aus Wasser. Ohne Wasser können wir nur wenige Tage überleben. Trinken wir zu wenig, dann können krankmachende Giftstoffe und Schlacken nicht mehr aus unserem Körper ausgeschwemmt werden. Zudem trocknet Heizungsluft unsere Schleimhäute im Nasen- und Rachenraum aus, was Krankmachern das Eindringen in unseren Körper erleichtert. Umso wichtiger ist es demnach, bei einer bereits erfolgten Infektion mit entsprechenden Symptomen reichlich zu trinken, um Schlacken aus dem Körper ausschwemmen zu können (z.B. über die Nasenschleimhäute).

Stilles, lauwarmes Wasser und wärmende Kräutertees auf Basis von Lindenblüten, Kamille, Thymian, Salbei, Minze oder Holunder sowie Heiße Zitrone (heißes Wasser mit frisch gepresstem Zitronensaft) sind sehr wohltuend. Diese Getränke wirken beruhigend und helfen dabei, die gereizten Schleimhäute der Atemwege feucht zu halten und die durch Fieberschwitzen verlorene Flüssigkeit wieder aufzufüllen.

 

(3) SOS-Tipps bei Erkältung:

Frische Luft + sanfte Bewegung

Schlaf und Erholung sind das A und O bei einem Infekt. Schonung und viel Ruhe ist angesagt. Das schließt jedoch nicht aus, dass wir uns jeden Tag einen gemütlichen Spaziergang an der frischen Luft gönnen.

Frische Luft ist wichtig für unsere Zellen und die Regeneration. Aus diesem Grund solltest du das Schlafzimmer und alle anderen Räume, in denen du dich aufhältst, regelmäßig gut durchlüften, um die virenhaltige Luft gegen Frischluft auszutauschen.

Wenn du fröstelst, dann ziehe dich warm an – dicke, flauschige Socken und Hausanzüge sind angenehm zu tragen und wärmen gut.

Zum Spazierengehen draußen an der frischen Luft gehst du am besten nach dem Zwiebelprinzip vor und ziehst mehrere Lagen bequeme, wärmende und gleichzeitig atmungsaktive Kleidung an. Mütze und Schal nicht vergessen!

 

(4) SOS-Tipps bei Erkältung:

Leichte, vitalstoffreiche Kost

Unser Organismus hat bei einem Infekt wirklich alle Hände voll zu tun, um die eingedrungenen Krankheitserreger abzuwehren und wieder aus dem System zu entfernen. Aus diesem Grund solltest du auf schwer verdauliche, sehr fetthaltige Kost und auf tierische Lebensmittel weitestgehend verzichten, um deinen Körper bei der „Aufräumarbeit“ zu entlasten und ihm nicht noch zusätzliche Arbeit aufzudrängen.

Leichte, vitalstoffreiche Speisen auf Basis von naturbelassenen Früchten, Gemüse und Kräutern liefern alle notwendigen Vitamine und Mineralstoffe, die der Körper jetzt benötigt. Leckere Salate, Gemüsepfannen und Suppen können vielseitig variiert werden und liefern wichtige Nährstoffe.

Auf Genussmittel wie industriell verarbeitete Süßigkeiten und Knabbereien, Koffein, Alkohol und Nikotin solltest du während der Erkältung hingegen verzichten. Ihre Verarbeitung bedeutet nur zusätzlichen Stress für unseren Organismus, und diesen kann er jetzt wirklich nicht gebrauchen!

Salatplatte

(5) SOS-Tipps bei Erkältung:

Inhalieren

Bei Schnupfen und Husten ist Inhalation mit Wasserdampf und ätherischen Ölen wie Minze und Eukalyptus oder mit Kamille eine Wohltat für unsere gereizten Schleimhäute. Der eingeatmete Wasserdampf befeuchtet die Atemwege und sorgt dafür, dass sich zäher Schleim im Nasen-Rachen-Bereich verflüssigt und abfließen kann.

Eine Schüssel mit heißem Wasser und einigen Tropfen Kamillekonzentrat reicht völlig aus. Beuge den Kopf mit einem Handtuch bedeckt über die Schüssel, schließe die Augen und atme gleichmäßig tief ein und aus. Ich empfehle dir, mindestens 3x täglich für 15 Minuten zu inhalieren.

Für die Verwendung von ätherischen Ölen empfehle ich ein Inhalationsgerät. Diese Vorrichtungen sind für wenige Euros in Apotheken, Drogerien und in der Erkältungszeit häufig auch beim Discounter erhältlich. Vorteil: Der Wasserdampf gelangt nicht in die Augen, was bei der Verwendung von ätherischen Ölen schonmal etwas unangenehm sein kann.

Vorsicht: Asthmatiker und Schwangere sollten nicht mit ätherischen Ölen inhalieren.

 

(6) SOS-Tipps bei Erkältung:

Gurgeln

Halsschmerzen und Schluckbeschwerden sind wirklich sehr unangenehm, vor allem dann, wenn sie mehrere Tage andauern. In vielen Fällen beginnt eine Erkältung mit einem leichten Halskratzen. Sobald du dieses verspürst, solltest du mehrmals täglich mit Salzwasser (1/2 TL auf 1 l warmes Wasser) oder mit Salbeitee gurgeln. Sowohl Salzwasser als auch Salbeitee wirken desinfizierend und keimtötend.

 

(7) SOS-Tipps bei Erkältung:

Wärme

Frieren bei einer Erkältung ist genau das, was unser Körper überhaupt nicht gebrauchen kann. Sorge dafür, dass dein Körper immer warmgehalten wird. So kannst du bei Halsschmerzen einen Schal oder ein Tuch um den Hals tragen (auch in geschlossenen Räumen!).

Zudem ist es wichtig, dass du deine Füße warmhältst, denn kalte Füße sorgen für eine schlechte Durchblutung des Körpers und fördern damit die Ausbreitung von Erkältungsviren. Bei kalten Füßen helfen dicke, flauschige Socken und gefütterte Schuhe bzw. wärmeisolierende Einlagen. Wenn das nicht ausreicht, können eine Wärmflasche und aufgeheizte Gel-Pads zwischendurch Abhilfe schaffen.

 

(8) SOS-Tipps bei Erkältung:

Erkältungsbäder

Erkältungsbäder sind herrlich wärmend und entspannend. Insbesondere dann, wenn sich eine Erkältung anbahnt, ist ein Erkältungsbad sehr wohltuend und kann die Heilung unterstützen.

Für ein entsprechendes Bad empfehle ich dir handwarmes Wasser, das 39 °C nicht übersteigen sollte. In Apotheken und Drogerien werden verschiedene Badezusätze für Erkältungsbäder angeboten. Meistens beinhalten diese ätherischen Öle wie Eukalyptusöl, Thymianöl, Minzöl oder Fichtennadelöl.

Erkältungsbad

(9) SOS-Tipps bei Erkältung:

Kartoffelwickel

Kartoffelwickel sind ein uraltes, sehr wohltuendes Hausmittel bei Halsschmerzen und Husten.

Du benötigst dafür 5 mittelgroße, weichgekochte, noch heiße Kartoffeln, die du zerdrückst. Diese Masse schlägst du in ein Tuch ein (am besten ein dünnes Baumwolltuch, z.B. ein sauberes Geschirrhandtuch). Diesen warmen Umschlag legst du dann um den Hals und um wickelst ihn mit einem Handtuch oder einem Schal und lässt ihn so auf der Haut, bis er abkühlt.

(10) SOS-Tipps bei Erkältung:

Zwiebelsaft

Ebenso wie Kartoffelwickel ist auch Zwiebelsaft ein sehr altes Hausmittel gegen Husten.

Du benötigst dafür 1 große Zwiebel, die du schälst und in Scheiben oder Stücke schneidest. Diese füllst du in einen verschließbaren Behälter, gibst 2-3 EL Honig hinzu und lässt das Ganze am besten über Nacht stehen.

Den entstandenen Saft gießt du ab und bewahrst ihn im Kühlschrank auf.

Einnahmeempfehlung: 3x täglich 1 EL.

 

Wie du dein Immunsystem langfristig stärkst, erfährst du in diesem Beitrag: >> Immunystem stärken.

Tipps für ein starkes Immunsystem

Tipps für ein starkes Immunsystem

10 Tipps für ein starkes Immunsystem

Aufgaben unseres Immunsystems

Unser Immunsystem ist rund um die Uhr im Einsatz, um uns vor lästigen Krankheitserregern zu schützen. Bis Viren und Bakterien die natürliche Schutzbarriere unseres Körpers durchdringen und unser Immunsystem seine Abwehrmechanismen aktiviert, ist es jedoch ein langer Weg.

Insbesondere unsere Schleimhäute wie auch Niesen, Husten und der Speichelfluss erschweren den Krankheitserregern das Eindringen in den Körper. Wird es draußen kälter, verschlechtert sich allerdings nicht nur die Durchblutung im Nasen- und Rachenraum, sondern die trockene Heizungsluft und der längere Aufenthalt in geschlossenen Räumen trocknen auch unsere Schleimhäute aus und machen es Krankheitserregern nun leichter, in unseren Körper einzudringen. Somit ist unsere Immunabwehr insbesondere in der kalten Jahreszeit verstärkt gefordert.

Ist unser Immunsystem geschwächt und arbeitet es nicht optimal, dann hat das zur Folge, dass wir häufiger erkranken und auch länger brauchen, um zum Beispiel nach einer Erkältung wieder fit und gesund zu werden. Dem kannst du natürlich vorbeugen, indem du dein Immunsystem das ganze Jahr über dabei unterstützt, voll funktionsfähig zu sein. Die folgenden Tipps können dir dabei helfen, dein Immunsystem nachhaltig zu stärken:

 

Tipp Nr. 1: Ernähre dich ausgewogen!

Eine ausgewogene, nährstoffreiche und den individuellen Bedürfnissen angepasste Ernährung ist das A und O für unsere Gesundheit. Insbesondere Vitamin C, Vitamin D, Zink und Selen stärken unser Immunsystem. Vitamin C ist in großen Mengen in Sanddorn, Hagebutten und Aroniabeeren enthalten, welche du unter anderem in Form von Säften konsumieren kannst. Aber auch sämtliche Beeren (z.B. Himbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren), Zitrus- und Südfrüchte (z.B. Zitronen, Orangen, Grapefruit, Kiwis) wie auch zahlreiche Gemüsesorten und Kräuter (z.B. Paprika, Grünkohl, Brokkoli, Petersilie) enthalten viel Vitamin C.

Ein richtiger Erkältungskiller sind übrigens der Ingwer-Shot und die Kurkuma-Latte (Goldene Milch). Beide Getränke sind schnell und einfach hergestellt. Die Zutaten erhältst du das ganze Jahr über. Während der Ingwer-Shot am besten gleich morgens als Wachmacher und Booster getrunken wird, ist die Kurkuma Latte (oder auch: Goldene Milch) ein hervorragendes Heißgetränk für den Genuss zwischendurch oder als Entspannungsgetränk am Abend.

Vitamin D kann vom menschlichen Körper selbst gebildet werden, wenn ausreichend Sonnenlicht auf unsere Haut trifft. Nur gestaltet sich dieser Prozess in unseren Breitengraden vor allem in den dunklen, kalten Monaten mehr als schwierig. Dabei ist Vitamin D wirklich essentiell für unser Immunsystem, da es dessen Funktionalität unterstützt und somit mit dafür verantwortlich ist, dass unser Immunsystem die körpereigene Abwehr mobilisieren kann. Vitamin D ist in höheren Mengen nur in sehr wenigen Lebensmitteln enthalten. Dazu zählen fetthaltige Seefische, Eier, Pilze und Avocados. Wer diese Lebensmittel nicht regelmäßig in seinen Speiseplan integriert und sich die meiste Zeit des Tages in geschlossenen Räumen aufhält, sollte unbedingt den eigenen Vitamin D-Spiegel beim Arzt ermitteln lassen und bei Bedarf die Ernährung durch entsprechende Vitamin D-Präparate ergänzen.

Zink und Selen schützen nicht nur vor oxidativem Stress, sondern sie tragen auch zur normalen Funktion des Immunsystems bei. Zink ist in großen Mengen in Weizenkleien, Pinienkernen und Leinsamen enthalten. Kokosnüsse, Paranüsse und Hülsenfrüchte sind reich an Selen.

Welche Lebensmittel besonders förderlich zur Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte sind, erläutere ich dir in folgendem Artikel: >> 10 Lebensmittel für ein starkes Immunsystem.

Ingwer-Shot

Tipp Nr. 2: Schlafe ausreichend!

Im Schlaf werden nicht nur verschiedene Prozesse des Herz-Kreislaufsystems und des Stoffwechsels heruntergefahren, sondern einige Prozesse erreichen nun ihren Höhepunkt. So finden Entgiftungsprozesse statt, und unser Körper schüttet während des Schlafens immunaktive Stoffe aus und arbeitet nun verstärkt an der Abwehr von Krankheitserregern.

Demnach bedeutet ein Schlafmangel eine Schwächung unseres Immunsystems. Sorge also für regelmäßigen, erholsamen Schlaf in ausreichendem Maße. Erwachsenen werden zwischen 7 und 9 Stunden Schlaf täglich empfohlen.

 

Tipp Nr. 3: Bewege dich an der frischen Luft!

Bewegung an der frischen Luft ist neben einer guten Ernährung essentiell für unsere Gesundheit. Schließlich werden dadurch nicht nur die Sauerstoffzufuhr, die Muskelkraft und die Funktionalität unseres Herz-Kreislaufsystems gefördert, sondern es werden auch unsere körpereigene Abwehr unterstützt und damit das Immunsystem angekurbelt. Weiterhin bleiben durch die regelmäßige Bewegung an der frischen Luft unsere Schleimhäute feucht, die wiederum dafür sorgen, dass Krankheitserreger nicht ohne weiteres in unseren Körper eindringen können.

Du musst natürlich keinen Hochleistungssport treiben, um gesund und fit zu bleiben und dein Immunsystem zu stärken. Übermäßiger, übertriebener Sport schwächt eher unsere Immunabwehr. Dreimal pro Woche eine halbe Stunde Bewegung an der frischen Luft reichen vollkommen aus, um dein Immunsystem zu stärken. Das kann eine kleine Laufeinheit sein, der Weg zur Arbeit mit dem Rad, der abendliche Spaziergang oder eine Walking-Einheit durch den Stadtpark oder über Feldwege.

Bewegung

Tipp Nr. 4: Reduziere Stress!

Stress ist ein absoluter Gesundheitskiller, denn er schwächt Körper und Geist gleichermaßen. Wenn du mal einen stressigen Tag im Job oder auch privat hast, dann brauchst du dir keine Sorgen bezüglich deines Immunsystems machen. Stehst du jedoch dauerhaft unter Strom und ist Stress dein ständiger Begleiter, dann leidet dein Immunsystem darunter. Dauerstress schwächt nämlich unsere Abwehrkräfte und somit dafür, dass Krankheitserreger schneller in unseren Körper eindringen.

Aus diesem Grund ist es zum Schutz deines Immunsystems unbedingt notwendig, Stress im Alltag soweit zu reduzieren wie möglich. Achte auf regelmäßige Pausen und Auszeiten, delegiere Aufgaben und integriere Entspannungstechniken wie Yoga, Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation und/oder => Meditation in deinen Alltag.

 

Tipp Nr. 5: Trinke ausreichend!

Unser Körper besteht zu einem Großteil aus Wasser. Ohne Wasser können wir nur wenige Tage überleben. Trinken wir zu wenig, dann können krankmachende Giftstoffe und Schlacken nicht mehr aus unserem Körper ausgeschwemmt werden. Zudem trocknet Heizungsluft unsere Schleimhäute im Nasen- und Rachenraum aus, was Krankmachern – wie bereits erwähnt – das Eindringen in unseren Körper erleichtert. Aus diesem Grund empfehle ich dir, täglich mindestens 2 Liter Wasser, ungesüßte Tees und stark verdünnte Säfte zu trinken.

 

Tipp Nr. 6: Gehe in die Sauna und mache Wechselduschen!

Der Wechsel zwischen heiß und kalt kurbelt unsere Durchblutung an und fördert damit die Immunabwehr. Ob Saunagänge mit anschließender Kaltdusche oder der Abkühlung draußen im Schnee oder heiß-kalte Wechselduschen, mit diesen schnellen Temperaturwechseln trainierst du deinen Körper, so dass er insbesondere im Winter dann besser auf die ständigen Schwankungen zwischen Innen- und Außentemperatur reagieren kann.

 

Tipp Nr. 7: Wasche deine Hände regelmäßig!

Viren und Bakterien können zum einen durch Tröpfcheninfektion (zum Beispiel durch Husten und Niesen) übertragen werden. Sie lauern aber auch an sämtlichen Gegenständen, die mit den Händen angefasst werden wie zum Beispiel an Türgriffen, Einkaufswagen, Treppengeländern, Stuhllehnen usw. Insbesondere dann, wenn du wie ich regelmäßig mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bist, empfehle ich dir, deine Hände mehrmals täglich und gründlich zu waschen. Trage an kalten Tagen am besten Handschuhe, wenn du draußen unterwegs bist und vermeide es, dir mit den Fingern ins Gesicht zu fassen, denn auf diese Art und Weise gelangen Krankheitserreger ganz schnell über die Nase oder den Mund in deinen Körper. Ebenso kannst du die Übertragung von Krankheitserregern reduzieren, indem du das Handgeben vermeidest.

Übertreibe es jedoch nicht mit dem Händewaschen und meide Desinfektionsmittel, denn diese beinhalten meist sogar krebserregende Substanzen und trocknen unsere Haut unnötig aus!

 

Händewaschen

Tipp Nr. 8: Sorge für eine gesunde Darmflora!

Ein Großteil unserer Immunzellen befinden sich im Darm. Demnach ist eine gesunde Darmflora unerlässlich für ein starkes Immunsystem. Frisches Obst und Gemüse ist reich an Antioxidantien. Dieses sollte ein fester Bestandteil deines Speiseplans sein. Bevorzuge basische Lebensmittel und reduziere den Konsum von stark verarbeiteten Lebensmitteln wie Fast Food, Fertiggerichten, Konserven, Süß- und Knabberwaren, Aufschnitt sowie tierische Lebensmittel (Fleisch, Fisch, Eier, Wurstwaren, Käse und Milchprodukte) wie auch Nikotin, Alkohol und Medikamente. Alle diese Produkte sind stark säurebildend und schädigen unsere Darmflora.

Eine mehrtägige Detox-Kur mehrmals im Jahr ist übrigens wie ein Wellness-Urlaub für unseren Darm. Wenn dir deine Gesundheit wichtig ist, dann gönne deinem Darm diesen Urlaub immer wieder mal.

 

Tipp Nr. 9: Lüfte regelmäßig!

In der kalten Jahreszeit verkriechen wir uns gerne in stark beheizten Räumen. Da die Heizungsluft unsere Schleimhäute austrocknet, in der Luft schwebende Bazillen herumwirbelt, und der Sauerstoff in geschlossenen Räumen schnell verbraucht ist, ist es wichtig, dass du regelmäßig und ausreichend durchlüftest. Bereits 10 Minuten Stoßlüften durch das Öffnen von Fenstern und Türen reicht aus, um die verbrauchte Luft in den Räumen gegen frische, sauerstoffreiche Luft auszutauschen.

Lüfte mindestens alle zwei Stunden mal für 10 bis 15 Minuten die Räume, in denen du dich aufhältst, durch.

 

Tipp Nr. 10: Reduziere deinen Alkohol- und Nikotinkonsum!

Regelmäßiger Konsum von Alkohol, Nikotin wie auch von Drogen und Medikamenten schwächt unser Immunsystem erheblich. Befindet sich unser Körper in einem rauschähnlichen Zustand, dann sind unsere Abwehrkräfte für mindestens 24 Stunden deaktiviert. Medikamente wie Antibiotika schwächen unsere Darmflora und damit auch unsere Immunabwehr.

Aus diesem Grund solltest du nur sehr sparsam mit den oben genannten Genussmitteln umgehen und auf deine Darmgesundheit achten.

Krebserregende Stoffe

Krebserregende Stoffe

Krebserregende Stoffe im Alltag

Achtung: Diese Stoffe sind krebserregend!

Krebserkrankungen sind nach Herz-Kreislauferkrankungen die häufigste Todesursache in Deutschland, aber auch in vielen anderen Ländern dieser Welt. Heute werden immer mehr Krebsarten erforscht, und dennoch sterben Menschen an den stark schwächenden und sehr tückischen Krankheiten. Neben Rauchen, Alkohol, Asbest und radioaktiver Strahlung gibt es zahlreiche weitere Auslöser für Krebserkrankungen, die weit verbreitet in unserem heutigen Alltag sind. So spielt zum Beispiel unserer Ernährung einen nicht unerheblichen Faktor in der Förderung von Tumorbildungen.

Krebserregende Substanzen bezeichnet man als „Karzinogene“ bzw. „Kanzerogene“. Von der Internationalen Agentur für Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation (International Agency for Research on Cancer, IARC) werden krebserregende Substanzen identifiziert und entsprechend eingestuft. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) veröffentlicht diese Ergebnisse regelmäßig als Liste auf ihrer Webseite.

Welche Stoffe als krebserregend eingestuft werden und in welchen Lebensmitteln, Kosmetika und anderen Produkten sie vorhanden sind, erfährst du im folgenden Abschnitt.

 

Krebserregende Stoffe, die du meiden solltest

Das moderne Leben in unserer Wohlstandsgesellschaft führt dazu, dass Erregern wie Viren, Bakterien und Pilzen immer mehr Raum zum Leben geschaffen wird. Allerdings ist das nicht die einzige Gesundheitsgefährdung, mit der wir tagtäglich konfrontiert werden. Die moderne Lebensweise birgt nämlich noch weitere Gefahren, denn sie fördert die Entstehung von immer wieder neuen Krebsarten dadurch, dass wir krebserregende Stoffe in unserem Alltag über Mund, Nase und Haut aufnehmen.

Die wichtigsten krebserregenden Substanzen, mit denen wir im Alltag konfrontiert werden, sind im Folgenden aufgelistet:

 

Krebserregend: Acrylamid

Acrylamid ist ein chemischer Stoff der Stoffgruppe der Amide. Es entsteht beim Braten und Rösten ab einer Temperatur von 120°C und wird aus Stärke (Zuckern) und der Aminosäure Asparagin gebildet. Damit ist es vor allem in erhitzten Kartoffel- und Getreideprodukten enthalten, die frittiert, gebacken oder gebraten werden, wie z.B. Kartoffelchips, Pommes Frites und Backbaren wie Kekse und Knäckebrot.

Acrylamid soll in hohen Dosen krebserregend und nervenschädigend sein. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, auf stark gebräunte Chips, Pommes und Backwaren zu verzichten.

 

Krebserregend: Aflatoxine

Aflatoxine sind Pilzgifte, die in bestimmten Schimmelpilzarten vorkommen und Leber und Niere stark schädigen. Sie können bereits bei geringer, aber regelmäßiger Aufnahme das Risiko, an Leber- oder Nierenkrebs zu erkranken, stark erhöhen.

Aflatoxine kommen in Erde, verrottender Vegetation sowie in Heu und Getreide vor. Sie können aber auch in Lebensmitteln wie Erdnüssen, Mohn, Trockenfrüchten und Gewürzen enthalten sein, wenn die Produkte falsch gelagert werden und vom Schimmelpilz Aspergillus flavus befallen sind.

Aus diesem Grund sollten Lebensmittel auch mit leichten Schimmelspuren direkt entsorgt und nicht mehr verzehrt werden.

 

Krebserregend: Alkohol

Ob beim Geburtstag mit der Familie, beim Grillen mit Freunden oder auf einem offiziellen Empfang – Alkohol wird in vielen Ländern dieser Welt regelmäßig konsumiert und gilt als gesellschaftlich anerkannt, insbesondere dann, wenn er zu festlichen Anlässen oder als kulinarische Ergänzung von schmackhaften Speisen konsumiert wird.

Allerdings erhöht regelmäßiger Alkoholkonsum das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen, insbesondere für Kopf-Hals-Tumoren, Brustkrebs und Darmkrebs.

Gegen das Glas Wein zum Geschäftsessen, das Glas Sekt zum gemeinsamen Anstoßen bei einem feierlichen Anlass oder den Cocktail in der Strandbar ist sicherlich nichts einzuwenden. Wer regelmäßig Alkohol in großen Mengen konsumiert riskiert allerdings die Entstehung einer späteren Krebserkrankung.

 

Krebserregend: Ammoniak

Ammoniak ist eine chemische Verbindung von Stickstoff und Wasserstoff. Es ist ein farbloses, wasserlösliches Gas, das stechend riecht und hochgradig giftig ist. Ammoniak reizt zu Tränen und kann erstickend wirken. Zudem steht es in Verdacht, Krebs auszulösen.

Die Internationale Agentur für Krebsforschung stuft das Krebsrisiko insbesondere für Friseure aufgrund des regelmäßigen Gebrauchs von Haarfärbemitteln mit Ammoniak als hoch ein. Ob der persönliche Hausgebrauch von Haarfärbemitteln ebenfalls das Krebsrisiko erhöht, ist noch umstritten. Die regelmäßige Verwendung von Haarfärbemitteln über einen langen Zeitraum wird allerdings auch für den Privatgebrauch immer häufiger mit gesundheitlichen Risiken – auch Krebs – in Verbindung gebracht.

Aus diesem Grund ist auch hier Vorsicht geboten. Wer regelmäßig seine Haare färbt, sollte besser auf Produkte ohne Ammoniak zurückgreifen, die heute bereits vielseitig angeboten werden.

Haarfarbe

Ammoniak ist in vielen handelsüblichen Haarfärbemitteln enthalten.

Krebserregend: Arsen

Arsen ist ein chemischer Stoff, der früher unter anderem in Farben und Pestiziden verwendet wurde. Heute werden Arsenverbindungen hauptsächlich in Wärmekraftwerken freigesetzt. Allerdings kann Arsen im Wasser auch natürlichen Ursprungs sein und ist in manchen Mineralquellen in sehr hoher Konzentration enthalten. Dadurch, dass es sich im Boden und in Gewässern befindet, ist es auch in Reis- und Reisprodukten enthalten, denn die Reispflanzen nehmen den Stoff über die Wurzel auf.

Arsen kann Lungenkrebs wie auch in seltenen Fällen Hautkrebs verursachen. Beim Kauf von Mineralwasser ist es somit durchaus empfehlenswert, sich vorab über die Arsenkonzentration in der jeweiligen Mineralquelle zu informieren und besser geschälten Reis zu essen, da sich das meiste Arsen in den Randschichten des Korns befindet.

 

Krebserregend: Asbest

Asbestfasern können Lungenkrebs, Kehlkopfkrebs, Rippen- und Bauchfellkrebs sowie ggf. auch Eierstockkrebs verursachen und sind für etwa 80 Prozent der berufsbedingten Krebserkrankungen verantwortlich. Unter dem Sammelbegriff Asbest werden verschiedene faserförmige Mineralien zusammengefasst, die feuerfest sind und sich aus diesem Grund gut für Dämm- und Isoliermaterial eignen. So kam Asbest hierzulande jahrzehntelang in Brems- und Kupplungsbelägen, in Zement, in Dämmplatten und Fußbodenbelägen, zur Isolierung von Rohren, Heizungen, Elektrogeräten, in feuerfesten Geweben und vielem mehr zum Einsatz. Bei der Bearbeitung von Asbestfasern wie auch bei Verschleiß spalten sich lange dünne Fasern ab, die über die Atmung in die Lunge gelangen.

In Deutschland sind der Import und die Verwendung von Asbest inzwischen verboten. Allerdings geht heute immer noch eine Gefährdung insbesondere von Abbruch- und Sanierungsarbeiten aus. Um mögliche Gesundheitsrisiken möglichst gering zu halten, ist es hier besonders wichtig, dass entsprechende Schutzmaßnahmen eingehalten werden und die Asbestprodukte fachgerecht entsorgt werden.

Aufgrund des möglichen Krebsrisikos in Verbindung mit Asbest-Abrissarbeiten sollten entsprechende Facharbeiten im eigenen Haushalt ausschließlich von Spezialfirmen übernommen werden.

 

Krebserregend: Benzol

Benzol ist ein kleines, ringförmiges Molekül, dass aus Kohle oder Erdöl gewonnen wird und ein wichtiger Rohstoff in der chemischen Industrie ist. Zudem wird es Motorkraftstoffen (Diesel) beigemischt und gelangt damit über Kfz-Abgase in die Luft. Weiterhin ist Benzol auch in Zigarettenrauch enthalten und wird von offenen Kaminfeuern abgegeben.

Benzol fördert die Entstehung von Leukämien und Non-Hodgin-Lymphomen. Besonders gefährdet sind Menschen, die vor allem berufsbedingt ständig in Kontakt mit entsprechenden Abgasen kommen, sowie Menschen in Ballungsgebieten mit hohen Verkehrsaufkommen.

 

Krebserregend: Benzophenon

Benzophenon ist ein chemischer Stoff aus der Gruppe der Ketone und wird vor allem als UV-Filter in Sonnenschutzcremes und Kosmetika wie Gesichtscremes eingesetzt. Aber auch als Geruchsstoff in Kosmetik wie auch als Zusatz in Kunststoffprodukten, Pestiziden und Medikamenten sind Benzophenon wie auch Benzophenon-2, Benzophenon-3 (Oxybenzon) und Benzophenon-4 (Sulisobenzon) weit verbreitet.

Die Internationale Agentur für Krebsforschung stuft Benzophenone allerdings als möglicherweise krebserregend für den Menschen ein. Aus diesem Grund ist es ratsam, kosmetische Produkte mit chemischen UV-Filtern zu vermeiden und als gesündere Alternative auf Cremes mit mineralischen UV-Filtern zurückzugreifen. Laut der Verbraucherzentrale sind letztere nämlich für den menschlichen Organismus wie auch für die Umwelt weniger bedenklich. Sie dringen nicht in die Haut ein, sondern reflektieren das Sonnenlicht auf der Hautoberfläche und gewährleisten auf diese Art und Weise einen UV-Schutz.

Sonnenschutzcreme

Benzophenone sind in vielen Sonnenschutzcremes und Kosmetika mit UV-Schutz enthalten (z.B. Gesichtscremes).

Krebserregend: Chlor

Chlor steht in Verdacht, neben Hauterkrankungen, Asthma und Reproduktionsstörungen auch die Entstehung von Krebs zu fördern. Dieses Risiko soll insbesondere in gechlorten Bädern bestehen. Beim Kontakt von Harnstoff aus Haaren, Schuppen und Urin mit Chlor entstehen sogenannte Trichloramide, die das Erbmaterial verändern und theoretisch Krebs auslösen können.

Wer gerne und regelmäßig schwimmen geht, sollte sich zum einen nach dem Schwimmen immer gründlich abduschen und zum anderen zumindest hin und wieder das Naturbad, Seen oder das Meer in Betracht ziehen.

 

Krebserregend: Cadmium, Chrom und Nickel

Diese Substanzen kommen vorwiegend in der Industrie vor und verursachen Lungenkrebs. Cadmium tritt in Form von Staub und Rauch auf, z. B. bei der Herstellung von Akkumulatoren, Legierungen und Farbpigmenten. Das Schwermetall reichert sich allerdings auch in Lebensmitteln wie Algen, Meeresfrüchten, Leinsamen und Sonnenblumenkernen an. Bei mäßigem Genuss ist hier allerdings nicht von einem gesundheitlichen Risiko auszugehen. Anders sieht es da jedoch bei Zigaretten aus, die viel Cadmium enthalten und deswegen ein erhöhtes Krebsrisiko mit sich bringen.

Chrom und Nickel sind meist in Rauch enthalten, der beim Schweißen in der Metallverarbeitung entsteht. Aus diesem Grund ist anzuraten, bei der industriellen Verarbeitung entsprechende Schutzmasken zu tragen, die das Einatmen dieser Stoffe deutlich reduzieren.

 

Krebserregend: Formaldehyd

Formaldehyd ist eine chemisch-organische, farblose Verbindung, die bei Zimmertemperatur gasförmig ist und stechend riecht. Es wirkt keimtötend, konservierend und desinfizierend. Aus diesem Grund kommt Formaldehyd häufig in Desinfektionsmitteln, Haushaltsreinigern, kosmetischen Mitteln, Farben und Lacken (auch Nagellacke!) wie auch in Bauprodukten zum Einsatz.

Formaldehyd wird als stark gesundheitsschädigend eingestuft, da es die Schleimhäute reizt und durch das Einatmen Krebs im Nasenrachenraum auslösen kann.

Produkte mit Formaldehyd sollten insbesondere im Alltag nur sehr bedingt zum Einsatz kommen und am besten durch gleichwertige Produkte ohne diese Substanz ausgetauscht werden.

Nagellack

Formaldehyd ist in zahlreichen Nagellacken enthalten. Es gibt aber heute schon viele gute Alternativen ohne diese Substanz auf dem Markt.

Krebserregend: Östrogene und Gestagene

Die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Gestagen sind natürlicher Bestandteil des weiblichen Hormonsystems. Ebenso kommen sie in hormonellen Verhütungsmitteln (Pille, 3-Monatsspritze, Hormonstäbchen) sowie in Hormontherapien gegen Wechseljahresbeschwerden zum Einsatz. Die Internationalen Agentur für Krebsforschung stuft sowohl Östrogen-Gestagen-Kombinationen als orale Verhütungsmittel wie auch Östrogen- sowie Östrogen-Gestagen-Therapie in der Menopause (Wechseljahre) als krebserregend ein.

Diese Präparate können Gebärmutterhalskrebs, Eierstockkrebs, Brustkrebs wie auch Gebärmutterkrebs auslösen. Das persönliche Risiko ist dabei immer abhängig von der Dauer und Art der Einnahme dieser Medikamente und sollte auf jeden Fall mit dem Arzt besprochen werden. Zudem sollte man grundsätzlich zwischen Nutzen und Risiken abwägen.

 

Krebserregend: PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe)

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz: PAK, entstehen bei der Verbrennung organischer Materialien. Sie sind Bestandteil zahlreicher fossiler Brennstoffe wie z.B. Kohle und Mineralöl und werden hauptsächlich über Fahrzeug- und Industrieabgase freigesetzt. Diese gesundheitsschädigenden Stoffe kommen aber auch in Kunststoffen, Gummimaterialien, Lacken, Farben und anderen Beschichtungen zum Einsatz. Hinzu kommt, dass PAK auch bei der Zubereitung von Fleisch oder Wurst entstehen, etwa beim Grillen wie auch durch Pökeln, Räuchern oder Fermentieren. Da sich PAK mit der Zeit auch in Gewässern anreichern und dort von den Meerestieren aufgenommen werden, können sie über den Verzehr dieser Tiere auch bei uns im Körper eingelagert werden. Erhebliche Mengen an PAK sind außerdem in Zigarettenrauch enthalten.

PAK können verschiedene Krebsarten wie beispielsweise Darm-, Haut-, Kehlkopf-, Lungen- und Magenkrebs auslösen und sollten aus diesem Grund im Alltag weitestgehend reduziert werden.

 

 

Quellen:

Bundesinstitut für Risikobewertung, https://www.bfr.bund.de  

International Agency for Research on Cancer, https://www.iarc.who.int/

Deutsche Forschungsgemeinschaft, https://www.dfg.de/

Deutsche Krebsgesellschaft: Krebserregende Stoffe im Alltag, https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/bewusst-leben/sonne-und-freizeit/krebsausloesende-substanzen-und-strahlen.html

Netdoktor.de: Krebserregende Lebensmittel, die man jeden Tag isst, https://www.netdoktor.de/bildergalerie/krebserregende-lebensmittel-die-man-jeden-tag-isst/

Ideal-Versicherung: Krebserregende Stoffe: Gefährliche Substanzen im Überblick, https://www.ideal-versicherung.de/magazin/krebserregende-stoffe-gefaehrliche-substanzen-im-ueberblick/

15 Heimische Heilpflanzen

15 Heimische Heilpflanzen

15 heimische Heilpflanzen

Heilpflanzen – Natürliche Arzneimittel

Früher waren Heilpflanzen nahezu die einzigen Heilmittel, die man kannte. Lediglich einige Mineralien und tierische Produkte wurden verwendet, um Menschen von Schmerzen und sämtlichen Erkrankungen physischen wie auch psychischen Ursprungs zu befreien.

In der modernen Wohlstandsgesellschaft sind die unglaublich positiven Heilwirkungen zahlreicher Pflanzen leider viel zu sehr in den Hintergrund gerückt. Die häufig wild auf Wiesen, Feldern, in Wäldern oder am Straßenrand wachsenden Pflanzen erfreuen sich viel zu selten unserer Beachtung und werden von vielen Menschen ignoriert oder maximal als „Unkraut“ wahrgenommen. Kein Wunder, denn die Schulmedizin und Pharmaindustrie haben in den letzten Jahrzehnten in Zusammenarbeit mit der Wissenschaft große Fortschritte gemacht in punkto Krankheitserforschung und Medikamentenherstellung. Dass viele Pharmaprodukte chemisch erzeugte Mittel sind, die in zahlreichen Fällen lediglich die Symptome einer Erkrankung bekämpfen (nicht aber die Ursache!) und zudem unser Immunsystem eher schwächen als stärken, wird von vielen Menschen ignoriert und auch gerne in Kauf genommen. Ist es doch viel einfacher und günstiger, das vom Haus- oder Facharzt verschriebene Medikament einzunehmen, welches die quälenden Symptome des jeweiligen Leidens schnell lindert.

Dabei hat die Natur so viele wundervolle Heilmittel zu bieten, die quasi an jeder Ecke wachsen bzw. recht günstig in Form von Tabletten oder Tinkturen käuflich zu erwerben sind und unserem Immunsystem eben nicht schaden. An dieser Stelle sei jedoch erwähnt, dass Heilpflanzen Krankheiten heilen, lindern oder auch vorbeugen können – Wundermittel sind sie jedoch nicht. Das sind chemische Substanzen allerdings auch nicht.

Langfristig gesehen ist die fachgerechte Anwendung von Heilpflanzen sehr empfehlenswert, da diese natürlichen Substanzen nahezu nebenwirkungsfrei sind. In Kombination mit einer ausgewogenen, pflanzenbasierten Ernährung, regelmäßiger Bewegung und einem guten Stressmanagement können sie langfristig zu mehr Wohlbefinden und einen gesünderen Alltag beitragen.

In diesem Artikel möchte ich dir 15 sehr beliebte heimische Heilpflanzen vorstellen:

1) Heimische Heilpflanzen: Bärlauch

Bärlauch wächst bei uns im Frühling und liebt die Wälder. Die Heilpflanze mit ihren langen, schlanken Blättern und den hübschen weißen Blüten kannst du zu dieser Jahreszeit bei einem Waldspaziergang entdecken. Hat sich Bärlauch bereits ausgebreitet, dann kannst du in seiner Nähe den Geruch von Knoblauch wahrnehmen.

Bärlauch ist eine sehr schmackhafte Kräuterpflanze, die gerne anstelle von Knoblauchzehen in der Küche verwendet wird, so z.B. zum Aufpeppen von Salaten und Dressings oder einfach als würziges Topping auf einem herzhaft belegten Brot.

Die heimische Pflanze ist aber nicht nur eine sehr schmackhafte und vielseitige Knoblauch-Alternative, sondern sie bringt auch heilende Eigenschaften mit. So fördert der regelmäßige Verzehr von Bärlauch die Verdauung und wird z.B. gerne bei reinigenden Frühjahrskuren verwendet. Bärlauch wirkt blutreinigend, antibiotisch und entzündungshemmend. Zudem wird die Heilpflanze häufiger als sanfter Blutdrucksenker eingesetzt. Das ist aber noch nicht alles, denn Bärlauch kann auch präventiv zur Verhinderung von Arterienverkalkung eingesetzt werden, was wiederum bedeutet, dass die Heilpflanze Herzinfarkt und Schlaganfällen vorbeugen kann.

Bärlauch

2) Heimische Heilpflanzen: Baldrian

Baldrian ist eine sehr beliebte Heilpflanze, welche vor allem zur Beruhigung der Nerven, zur Entspannung und für einen besseren Schlaf eingesetzt wird. Wurde die Baldrianwurzel früher eingesetzt, um böse Geister zu vertreiben und um Krankheiten abzuwehren, kommt sie heute verstärkt bei Unruhe und Schlafstörungen zum Einsatz. Die entspannende und schlaffördernde Wirkung wird in der Beeinflussung des Neurotransmitterhaushalts in unserem Gehirn vermutet. Zudem kann Baldrianwurzel bei Migräne helfen, da sie den Vagusnerv entspannt und den Bluthochdruck vermindert, welcher mit dem Migräneschmerz einhergeht.

Baldrianwurzel wird als ätherisches Öl, als Tinktur wie auch als Trockenextrakt, z.B. in Form von Tabletten und Tees angeboten. Um eine entsprechende beruhigende Wirkung zu erzielen, solltest du jedoch etwas Geduld mitbringen, da Baldrian bei manchen Anwendern nicht sofort wirkt, sondern seine Wirkung hier auch erst nach ein- oder zweiwöchiger Anwendung entfalten kann.

Baldrian

3) Heimische Heilpflanzen: Beifuß

Beifuß ist eine eher unscheinbare Heilpflanze, die aber bereits in der Antike vielseitig zu medizinischen Zwecken verwendet wurde. Insbesondere in der Frauenheilkunde war und ist er heute noch eine beliebte Heilpflanze aufgrund seiner entkrampfenden Wirkung bei Menstruationsbeschwerden. Bei Unterleibsschmerzen, Eierstockentzündung und Blasenkartarrh kann Beifuß mit seinen wärmenden Eigenschaften wertvolle Hilfe leisten.

Die in der heimischen Heilpflanze vorkommenden Bitterstoffe wirken sich zudem positiv auf die Verdauung aus, indem sie den Körper dazu anregen, mehr Magensäure und Speichel zu produzieren. So kann Beifuß den Magen beruhigen, Blähungen wie auch Appetitlosigkeit lindern.

Weiterhin kann die Heilpflanze aufgrund ihrer entspannenden Wirkung bei nervösen Schlafstörungen wie auch bei Flugangst und anderen Ängsten eingesetzt werden. Zu diesem Zwecke werden neben Tee und Fußbädern auch mit Beifußblättern und –blüten gefüllte Kräuterkissen verwendet.

 

4) Heimische Heilpflanzen: Brennnessel

Sie wächst vom Frühling bis in den späten Herbst hinein quasi an jeder Ecke, ist aufgrund der juckenden und brennenden Wirkung ihrer Blätter auf der Haut bei vielen Menschen sehr unbeliebt und wird gerne in die Kategorie „Unkraut“ gesteckt. Völlig zu Unrecht, denn die Brennnessel ist nur ein sehr schmackhaftes Superfood mit zahlreichen Nährstoffen, sondern sie bringt auch noch zahlreichende heilungsfördernde Eigenschaften mit sich.

Getrocknete Brennnessel-Blätter lassen sich hervorragend zu Tee verarbeiten und unterstützen somit eine Durchspülung der Harnwege. Die leicht harntreibende Wirkung der Brennnessel ist besonders heilungsfördernd bei entzündlichen Erkrankungen der Harnwege und kann zudem die Entgiftung des Körpers unterstützen. Weiterhin werden Brennnessel-Blätter zum Lindern von rheumatischen Beschwerden eingesetzt, hier meist als spezielle Extrakt-Präparate. Verschiedene in den Blättern enthaltene Stoffe (z.B. Flavonoide) können die Freisetzung entzündungsfördernder Enzyme im Körper unterdrücken und lindern somit die rheumatischen Beschwerden, welche auf entzündliche Prozesse zurückzuführen sind. Zudem wirkt die Brennnessel schmerzlindernd bei Herpes-Zoster-Ausschlag (= Gürtelrose).

 

5) Heimische Heilpflanzen: Holunder

Im Mai/Juni sieht man die großen Büsche mit herrlich weißen und angenehm duftenden Blüten am Wegesrand und in der Nähe von Behausungen wachsen. Danach bilden sich die violett-schwarzen Beeren aus, die für ihren hohen Vitamin C-Gehalt bekannt sind. Aus diesem Grund werden Holundersaft und -sirup wie auch Holunderblütentee bevorzugt zur Linderung von Erkältungskrankheiten eingesetzt.

Die Holunderblüten gelten als schweißtreibend und werden aus diesem Grund insbesondere zu Beginn einer Erkältung empfohlen, um den Körper von Krankheitserregern zu befreien. Saft und Sirup aus den Holunderbeeren werden aufgrund ihrer Vitamine und Antioxidantien ganzjährig zur Unterstützung der Immunabwehr empfohlen.

Aber Vorsicht: Möchtest du Saft oder Sirup aus selbst gesammelten Früchten herstellen, dann erhitze diese vorher, da Holunderbeeren im rohen Zustand leicht giftig sind und von uns Menschen nicht gut vertragen werden. Ansonsten hast du natürlich die Möglichkeit, leckeren Holunderbeerensaft und -sirup in Bio-Qualität im gut sortierten Supermarkt, Bio-Markt oder im Reformhaus käuflich zu erwerben.

 

6) Heimische Heilpflanzen: Johanniskraut

Johanniskraut ist bekannt für seine sanft antidepressive Wirkung und hat zu Recht den Beinamen „Sonnenschein für die Seele“ verdient. Insbesondere den im Johanniskraut enthaltenen Stoffen Hypericin und Hyperforin wird eine stimmungsaufhellende Wirkung zugeschrieben. Johanniskraut reguliert – ähnlich wie auch Baldrianwurzel – den Neurotransmitterhaushalt im Gehirn und bringt diesen langsam wieder in Balance. Aber auch hier ist wieder Geduld gefragt, denn wie die meisten pflanzlichen Arzneimittel, wirkt auch Johanniskraut nicht sofort, sondern muss erst über einen Zeitraum von mehreren Wochen eingenommen werden, bis eine entsprechende Wirkung zu spüren ist.

Bei leicht depressiven Verstimmungen ist die Einnahme von Johanniskraut-Extrakt durchaus empfehlenswert, da die Nebenwirkungen, im Gegensatz zu chemisch hergestellten Antidepressiva, nahezu gegen Null gehen.

Johanniskraut

7) Heimische Heilpflanzen: Kamille

Die wunderschöne Kamille-Pflanze wächst in den Sommermonaten hierzulande auf vielen Wiesen und an Feldern. Die gelb-weißen Blüten sind nicht nur hübsch anzusehen und eine wunderschöne Deko, sondern sie punkten auch mit zahlreichen heilenden Eigenschaften.

So wirkt die Kamille wundheilend, antientzündlich und auch krampflösend. Sie kann sowohl innerlich (z.B. als Tee oder Konzentrat) wie auch äußerlich (z.B. als ätherisches Öl oder Trockenextrakt) angewandt werden. Kamillentee ist ein sehr wohltuendes Mittel bei Verdauungsbeschwerden und entzündlichen Magen-Darm-Problemen. Ebenso wird er bei schmerzenden Menstruationsbeschwerden eingesetzt, um Krämpfe in der Gebärmutter zu lindern.

Zur äußerlichen Anwendung ist Kamillenkonzentrat hervorragend geeignet, um Erkrankungen der Atemwege zu lindern, z.B. durch Inhalation. Aber auch ein Dampfbad für das komplette Gesicht ist wohltuend und reinigend für unsere Haut.

Umschläge, Salben und Gurgellösungen mit Kamille werden zudem bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum wie auch bei bakteriellen Hauterkrankungen angewandt. Ebenso sind Bäder und Spülungen zur Linderung von Entzündungen und bakteriellen Erkrankungen (z.B. im Genitalbereich) möglich und sehr wohltuend.

Kamille

8) Heimische Heilpflanzen: Knoblauchsrauke

Die Knoblauchsrauke ist im Frühling und Sommer sehr häufig an halbschattigen bis schattigen Plätzen, wie z.B. an Wegesrändern, auf Wiesen und vor allem in Wäldern zu finden. Dennoch liefert die Pflanze viele wertvolle Vitamine und Mineralstoffe.

Da die Blätter des Krauts sehr den Blättern der Brennnessel ähneln, wird sie sehr häufig mit dieser verwechselt. Allerdings haben die Knoblauchsrauke-Blätter keine schmerzhaften Brennhaare und sind an den Blatträndern weniger gezackt als es bei Brennnessel-Blättern üblich ist. Ihre weißen Blüten blühen etwa von April bis in den August hinein.

In der Küche ist die Knoblauchsrauke aufgrund ihres leicht pfeffrigen, knoblauchartigen Geschmacks beliebt. Pflückt man das Kraut oder zerreibt die Blätter mit den Fingern, nimmt man einen deutlichen Knoblauch-Geruch wahr.

Die Knoblauchsrauke enthält Senfölglykoside, Saponine und ätherische Öle, welche sie auch als Heilpflanze sehr wertvoll machen. Aufgrund dieser Inhaltsstoffe wirkt das Kraut antibakteriell, schleimlösend, wassertreibend, auswurfsfördernd und leicht wundheilend. Zu den Einsatzgebieten der Knoblauchsrauke zählen somit Erkältungsbeschwerden, Entzündungen des Mund- und Rachenraums, Verdauungsbeschwerden, Gicht, rheumatoide Beschwerden wie auch Wundheilung. Als Darreichungsformen kommen vor allem Tees und Kompressen, welche aus Presssäften der ganzen Pflanze hergestellt werden, in Frage.

Da es für die o.g. Beschwerden jedoch wirkvollere heimische Heilpflanzen gibt, kommt die Knoblauchsrauke heute weniger als Heilpflanze, sondern mehr als schmackhaftes Wildgemüse in der gesunden Kräuter-Küche zum Einsatz.

 

9) Heimische Heilpflanzen: Löwenzahn

Löwenzahn ist äußerst anpassungsfähig und wächst nahezu an jeder Ecke. Leider ist er bei vielen Menschen unbeliebt, weil er auch unter schlechtesten Bedingungen wächst und sich sogar durch dicke, trockene Betonschichten an Straßenrändern und Wegen durchkämpft. Ein echtes Wunderwerk der Natur, und dennoch wird die heilende Pflanze viel zu oft als störendes Unkraut abgetan und sehr stiefmütterlich behandelt.

Der Löwenzahn hat lange, zackige Blätter, relativ dicke, mit weißem Milchsaft gefüllte Stängel und goldgelbe Blüten. Die reifen Früchte sind mit einem fallschirmartigen Anhängsel ausgestattet. Diese vielen kleinen Mini-Fallschirme ergeben dann die sogenannte Pusteblume, die sich nicht nur bei Kindern großer Beliebtheit erfreut.

Aber Löwenzahn kann noch viel mehr als fast überall wachsen und lustige Mini-Fallschirme zum Wegpusten bereitzustellen. Die leicht bitteren Blätter lassen sich hervorragend zu Salat wie auch als grüne Beigabe zu schmackhaften Smoothies mischen. Löwenzahn kann zusammenfassend als Heilpflanze für Leber und Nieren bezeichnet werden, weil er diese Organe zu erhöhter Aktivität anregt. Er regt die Verdauung an und fördert die Ausscheidung von sämtlichen Abbaustoffen und Giften im Körper. Zudem wirkt er sich positiv auf das Bindegewebe aus kann bei Erkrankungen wie Rheuma und Gicht schmerzlindernd wirken.

Neben der Verwendung als Salat- oder Smoothie-Beilage kommt Löwenzahn insbesondere als Saft zum Einsatz und wird zur Linderung von Beschwerden wie auch zur Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens gerne in Form einer Kur angewandt.

Löwenzahn

10) Heimische Heilpflanzen: Nachtkerze

Die Nachtkerze sieht mit ihren herrlich gelben Blüten nicht nur wunderschön aus, sondern sie schmeckt auch hervorragend und bringt auch noch heilende Eigenschaften mit. Ihre Samen enthalten u.a. Gamma-Linolensäure, eine wertvolle, mehrfach ungesättigte Fettsäure, der zahlreiche positive Wirkungen auf den Körper zugesprochen werden. Die Nachtkerzen-Samen können einfach verzehrt werden und finden z.B. als Topping zu Salaten und Müslis, in Backwaren wie auch zu Pfannengerichten Verwendung.

Nachtkerze wirkt aufgrund ihrer Inhaltsstoffe entzündungshemmend, blutreinigend, entkrampfend, unterstützt das Nervensystem und wirkt sich positiv bei (Binde-) Hautproblemen aus.  Zu kosmetischen Zwecken, z.B. zur Verwendung in Cremes, wird das Nachtkerzenöl aus den Samen herausgepresst und dann weiterverwendet.

In der Küche finden nicht nur die Samen Verwendung. Auch die Knospen, die Blüten, Blätter und die Wurzel der Nachtkerze sind zum Verzehr geeignet. Während Knospen und Blüten lecker in Salaten schmecken, können die Blätter wie Spinat gedünstet oder zu einem heilenden Tee verarbeitet werden. Die Wurzel kann wie anderes Wurzelgemüse gekocht verzehrt werden.

Nachtkerze

11) Heimische Heilpflanzen: Ringelblume

Die Ringelblume mit ihren leuchtend gelben bis orange-farbenen Blüten ist zwischen Juni und Oktober in Gärten wie auch verwildert an Weg- und Feldrändern zu finden. Die wunderschöne Heilpflanze überzeugt mit einer ganzen Liste an gesundheitsfördernden Eigenschaften.

Ihre wichtigsten heilenden Inhaltsstoffe sind Saponine, Flavonoide, Schleime und ätherische Öle. Die Ringelblume wirkt entzündungshemmend und antibakteriell. Aus diesem Grund wird die Heilpflanze bevorzugt Salben und Cremes beigemischt, um die Wundheilung zu fördern.

Ebenso wird die Heilpflanze als Tinktur zur Linderung von Entzündungen im Mund- und Rachenraum angewandt. In Tees kommt die Ringelblume heute leider nur noch selten zum Einsatz. Dabei wirkt die Pflanze bei innerlicher Anwendung krampflösend. Weiterhin kommen Umschläge mit Ringelblumenextrakt zur Unterstützung der Heilung von Haut- und Nagelentzündungen wie auch bei Verstauchungen zum Einsatz.

Ringelblume

12) Heimische Heilpflanzen: Rotklee

Rotklee, oder auch Wiesenklee genannt, ist vor allem bei Kindern beliebt. Wer von uns hat in jungen Jahren nicht nach vierblättrigen Kleeblättern gesucht? Aber auch, wenn du bis heute das vierblättrige Glück nicht gefunden hast, so wirst du vielleicht dein gesundheitliches Glück in der hübschen Heilpflanze finden.

Rotklee wächst bevorzugt auf Wiesen und macht zwischen Mai und September mit seinen purpurfarbenen Blüten auf sich aufmerksam. Zu den heilenden Wirkstoffen der heimischen Wildpflanze zählen insbesondere Gerbstoffe, Isoflavone, Glykoside und phenolische Substanzen. Das Kraut wirkt stark reinigend auf unsere Lymphe ist ein hervorragender Blutbildner mit harntreibenden Eigenschaften.

Das regelmäßige Trinken von Rotklee-Tee kann dabei helfen, andauernde Müdigkeit und Erschöpfung zu lindern und Nährstoffmängel von Mineralstoffen auszugleichen. Ebenso ist Rotklee ein hervorragendes Mittel zum Ausleiten von schädlichen Metallen und Pestiziden aus dem Körper.

Damit aber noch nicht genug! Rotklee kommt auch zur äußerlichen Anwendung, z.B. in Form von Umschlägen zur Behandlung von Wunden zum Einsatz. Ein echter Allrounder für die heimische Hausapotheke.

Rotklee

13) Heimische Heilpflanzen: Schafgarbe

Die Schafgarbe mit ihren weißen und zartrosa Blüten wächst hierzulande im Sommer fast überall und ist eine wunderschöne Dekoration in Blumensträußen. Aber die Schafgarne kann natürlich weitaus mehr als nur hübsch auszusehen – denn ansonsten hätte sie es nicht in diesen Artikel geschafft.

In der Küche können die jungen, zarten Blätter mit ihrem sehr würzigen Geschmack als Zutat für Kräutersalze und –butter, für Brotaufstriche wie auch für Nudelteig verwendet werden. Fein gehackt können sowohl Blätter wie auch die Blüten in Salate oder in Gemüsepfannen gegeben werden.

Als Heilpflanze ist die Schafgarbe sehr vielseitig einsetzbar. Sie wirkt insbesondere bei Menstruationsbeschwerden wie auch bei jeglicher anderer Art von Blutungen heilend. Ihre beruhigenden Eigenschaften können sich bei wetterbedingten Kopfschmerzen und Migräne positiv auswirken. Bei Blähungen und Magen-Krämpfen wirkt Schafgarbe entkrampfend. Weiterhin stärkt die heimische Heilpflanze das venöse Blutsystem und hilft damit bei Beschwerden wie Krampfadern.

Zu Heilzwecken wird meist ein Tee aus getrocknetem und frischem Schafgarben-Kraut zubereitet.

14) Heimische Heilpflanzen: Spitzwegerich

Spitzwegerich findet man hierzulande den ganzen Sommer über auf Wiesen, auf Feldern, an Wegrändern wie auch an Schuttplätzen. Man erkennt ihn an den 20-40 cm langen Blättern und den eher unscheinbaren Blüten mit zierlichen, hellen Staubgefäßen, welche zur Blütezeit aus den Blüten heraushängen.

Der Spitzwegerich ist ein beliebtes Hustenmittel. Sein Schleimgehalt, die tonisierenden Bitterstoffe wie auch die Kieselsäure machen die Wildpflanze zu einem bewährten Erkältungsmittel, welches meist in Form von beruhigenden Hustensäften zum Einsatz kommt. Spitzwegerich wirkt aber nicht nur schleimlösend und reizlindernd bei Husten, sondern er bringt auch noch entzündungshemmende und immunstärkende Eigenschaften mit sich – ein echter Allrounder also bei grippalen Infekten.

Weiterhin besitzt die Heilpflanze gute Fähigkeiten bei der äußerlichen Wundheilung und kommt z.B. bei kleinen Wunden und Ekzemen zum Einsatz.

Spitzwegerich

15) Heimische Heilpflanzen: Zitronenmelisse

Die Zitronenmelisse sollte aufgrund ihrer vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten in keiner Küche bzw. in keiner Hausapotheke fehlen.

Aufgrund ihres milden, zart nach Zitronen duftenden Aromas ist die Zitronenmelisse ein beliebtes Gewürzkraut für erfrischende Salate und für leckeren Tee, z.B. in Kombination mit Zitronensaft und Thymianblättern.

Als heilende Pflanze bringt die Zitronenmelisse eine ganze Reihe an wertvollen Inhaltsstoffen mit: ätherische Öle, Gerbstoffe und Flavonoide. Diese Stoffe wirken stresslindernd, beruhigend, schlaffördernd, entkrampfend, antibakteriell wie auch antiviral. Aus diesem Grund kann die Zitronenmelisse bei folgenden gesundheitlichen Problemen eingesetzt werden: Angststörungen, Schlafstörungen, Stress, nervöse Unruhe, Erschöpfungszustände, Krämpfe, Magen-Darm-Probleme wie Blähungen und Durchfall, Menstruationsbeschwerden, leichtes Fieber, Insektenstiche und Übelkeit.

Besonders hervorzuheben ist an dieser Stelle die antivirale, antibakterielle wie auch antiparasitäre Wirkung der Zitronenmelisse, denn das Kraut wirkt im ganzen Körper gegen Parasiten, Viren und Bakterien. Es bekämpft das Epstein-Barr-Virus (EBV), Herpes Zoster und andere Viren der Herpes-Familie wie z.B. HHV-6. Ebenso zuverlässig wirkt Zitronenmelisse bei entzündlichen Erkrankungen, die durch Streptokokken verursacht werden. Weiterhin entgiftet das Kraut Leber, Milz und Nieren, was die Anfälligkeit für Blasenentzündungen und Harnwegsinfektionen reduziert.

Tipps gegen Strahlenbelastung

Tipps gegen Strahlenbelastung

6 Tipps gegen Strahlenbelastungen

Strahlenschäden vermeiden

Leben in der digitalisierten Welt

Wir leben in einer digitalisierten Welt, in der es kaum noch vorstellbar ist, komplett auf die Informationsgewinnung und -vermittlung via Internet zu verzichten. Immer mehr Dienstleistungen werden spätestens seit der Corona-Krise nicht nur offline sondern auch verstärkt online angeboten. So sind z.B. Beratungstätigkeiten, Aus- und Weiterbildungen, Sportkurse, Konzerte, Messen, Radio, Shopping und sogar Arztbesuche virtuell möglich. Die Voraussetzung für die Umsetzung dieser Leistungen ist ein internetfähiges Gerät wie Smartphone, Laptop, Tablet oder PC auf beiden Seiten (Sender und Empfänger) sowie eine möglichst stabile und schnelle Internetverbindung, die heute über verschiedene Übertragungsmethoden auch fernab der Städte möglich ist.

Der Ausbau von Datenübertragungsnetzen nimmt seit den letzten Jahren rasant zu. Die Netzabdeckung soll immer flächendeckender werden und dem Nutzer schnelle Datenübertragungsraten bei gleichzeitig hohem Datenübertragungsvolumen gewährleistet werden.

Der moderne Mensch des 21. Jahrhunderts möchte mobil und flexibel sein, immer auf dem Laufenden sein und möglichst jederzeit und überall Up-to-Date sein. Das Smartphone ist schon lange nicht mehr nur ein mobiles Telefon. Es ist Arbeitsgerät, Spielekonsole und Kommunikationsmedium in einem.

 

Der neue Mobilfunkstandard 5G

5G (= „5th Generation“) ist der neue Mobilfunkstandard, der in den kommenden Jahren weltweit immer stärker ausgebaut werden und den bisherigen Standard 4G (auch bekannt als LTE) ergänzen und auf lange Sicht in der Industrie ablösen soll.

Für die Großindustrie ergeben sich durch diese neue Generation der kabellosen, schnellen Datenübertragung Vorteile insbesondere im Hinblick auf eine stärker digitalisierte Zukunft in Branchen wie der Medizin (Telemedizin), der Automobilindustrie (autonomes Fahren) wie auch in sämtlichen technischen Bereichen, in denen High-Tech-Roboter eingesetzt werden sollen.

Für den „Otto Normalverbraucher“ bedeutet der Ausbau von 5G allerdings eher eine zusätzliche Strahlungsquelle zum bisherigen Standard 4G, der vor allem beim Betrieb von nur wenigen Geräten gleichzeitig Daten nahezu in Echtzeit übertragen kann. Was den meisten Menschen nicht bewusst ist: Nach heutigem Stand (März 2021) soll 5G nur in sehr wenigen Bereichen (s.o.) ältere Standards ablösen. Bereits vorhandene Strahlenquellen wie GSM (2G), UMTS (3G), LTE (4G), WLAN oder auch DECT sollen weiterhin bestehen bleiben und nach wie vor in der Telekommunikation genutzt werden.

Das bedeutet, dass mit 5G eine zusätzliche Strahlenquelle flächendeckend installiert werden soll, die zum einen schnelle Datenübertragung ermöglicht, zum anderen aber eine weitere erhebliche Belastung für unsere Gesundheit darstellt. Dieser Meinung ist übrigens auch die WHO (World Health Organization), denn bereits im Jahr 2011 kam eine Gruppe von Wissenschaftlern zu dem Entschluss, dass die elektromagnetische Strahlung des Mobilfunks das Risiko für Hirntumore erhöhen kann und damit potentiell krebserregend sein kann.

Ebenso warnen weltweit Experten vor den gesundheitlichen Folgen der hochfrequenten Strahlung durch 5G, und auch das Deutsche Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) äußert sich bisher sehr zurückhaltend zum weiter geplanten 5G-Ausbau und plädiert für eine umgehende Erforschung der Auswirkungen.

Strahlenbelastung 5G

Mögliche Folgen von hochfrequenter Strahlung

Die Folgen von hochfrequenter Strahlung wie 5G sind noch lange nicht ausreichend erforscht. Welche Wirkungen elektromagnetische Strahlung im Allgemeinen haben kann, werden u.a. vom BfS wie auch von internationalen Wissenschaftlern wie folgt beschrieben:

  • Niederfrequente elektromagnetische Felder können elektrische Felder und Ströme im menschlichen Körper erzeugen.
  • Hochfrequente elektromagnetische Felder können biologisches Gewebe erwärmen.
  • Elektromagnetische Strahlung bringt insgesamt zahlreiche gesundheitliche Risiken mit sich, so z.B. ein erhöhtes Krebsrisiko, genetische Schäden, neurologische Störungen sowie negative Auswirkungen auf das allgemeine Wohlbefinden.

Je höher die Frequenz, desto kürzer sind die einzelnen Wellen und desto tiefer dringen diese in unseren Körper ein. Radioaktive Wellen sind z.B. sehr kurz, und welche Auswirkungen diese auf sämtliche Lebewesen haben können, haben die Atomkatastrophen der Vergangenheit gezeigt.

 

So schützt du dich vor Strahlenbelastungen

Es ist schon ein wenig beängstigend, wenn man bedenkt, welche Folgen eine dauerhafte hochfrequente Strahlung für unseren Körper haben kann. Das Fatale: Wir können uns kaum vor der Dauerbestrahlung schützen, es sei denn wir leben ohne digitale Telekommunikationsmöglichkeiten fernab jeglicher Zivilisation auf einer einsamen Insel oder in den Bergen. Für eine kurze Auszeit können sich die meisten von uns solch ein Leben sicherlich vorstellen, allerdings nicht auf Dauer.

Ich kann dich an dieser Stelle aber ein wenig beruhigen, denn es gibt durchaus Möglichkeiten, wie du dich zumindest bedingt vor den dauerhaft gesundheitsschädigenden Auswirkungen durch elektromagnetische Strahlung schützen kannst:

 

Strahlenschäden vermeiden:

1.) Reduziere die WLAN-Nutzung!

Die meisten von uns arbeiten heutzutage bereits hauptsächlich mit WLAN, sowohl am Arbeitsplatz wie auch zuhause, weil es einfach bequemer und flexibler ist, ohne lästiges LAN-Kabel am PC oder Laptop zu arbeiten. Und auch das Smartphone arbeitet mit einer kabellosen, elektromagnetischen Verbindung, meist über WLAN / 4G. Ebenso arbeiten kabellose DECT-Telefone, Smart TV oder auch Babyphone mit elektromagnetischer Strahlung.

Selbstverständlich möchten wir viele dieser modernen Technologien nicht mehr missen. Zum Schutz der eigenen Gesundheit empfehle ich dir jedoch, hier und da ein wenig umzudenken.

Das Mindeste, was du zumindest in deinen eigenen 4 Wänden tun kannst, ist der vorübergehende Verzicht auf WLAN-Verbindungen. Schalte entsprechende Geräte zumindest immer dann aus, wenn du diese nicht brauchst. Muss das Smartphone nachts unbedingt im Schlafzimmer liegen, weil du es z.B. als Wecker nutzt oder noch Musik hören möchtest, dann schalte es zumindest in den Flugzeugmodus und lege es möglichst weit von deinem Kopf entfernt weg.

Strahlenbelastung Smarthome

Strahlenschäden vermeiden:

2.) Telefoniere strahlungsarm!

Nutze bei der Arbeit und auch privat so oft wie möglich ein verkabeltes Telefon. Wenn das nicht möglich ist, dann schalte beim Telefonieren den Lautsprecher / die Freisprechfunktion des Telefons / Smartphones ein und halte einen Meter Abstand zum Gerät. Selbstverständlich kannst du auch ein Headset nutzen. Dieses sollte aber auch über ein Kabel mit dem Gerät verbunden sein und nicht mit elektromagnetischer Strahlung arbeiten. Insbesondere bei längeren Gesprächen sollte das ausstrahlende Telefon nicht direkt am Gesicht bzw. Ohr liegen, denn in diesen Fällen strahlt das Gerät ganz besonders, da es versucht, den Kontakt aufrechtzuerhalten.

 

Strahlenschäden vermeiden:

3.) Verbanne strahlungsstarke Geräte in den Keller!

In den meisten Haushalten befinden sich heutzutage zahlreiche Geräte, die dauerhafte elektromagnetische Strahlung erzeugen. Stromzähler und Anschlussdosen für WLAN geben eine sehr starke Strahlung ab und sollten aus diesem Grund nicht in den Wohnräumen installiert werden, in denen du dich regelmäßig aufhältst. Geeignet für diese Geräte sind Keller- oder wenig genutzte Abstellräume, in denen man sich nicht stundenlang am Tag aufhält.

Ebenso gehören alte Mikrowellen in den Keller bzw. auf den Schrott. Bei Neugeräten sollte gewährleistet sein, dass keine Strahlung austritt. Dennoch solltest du, wenn du die Mikrowelle nutzt, nicht mit der Nase an der Scheibe kleben und besser Abstand zum Gerät halten.

 

Strahlenschäden vermeiden:

4.) Reduziere strahlungsintensive Untersuchungen und Therapieverfahren auf ein mögliches Minimum!

Vorsorge ist wichtig und gut. Allerdings sind viele, zum Teil regelmäßig angewandte Untersuchungen und Therapieverfahren alles andere als gesund für unseren Organismus. Röntgenuntersuchungen (z.B. beim Orthopäden, Zahnarzt, Radiologen) und die Computertomographie (CT) basieren auf Röntgenstrahlung, ebenso wird in der Krebstherapie mit Strahlung (Strahlentherapie) gearbeitet.

Exkurs: Röntgenstrahlung

Strahlung mit sehr hohen Frequenzen hat sehr kurze Wellenlängen, die sich im Nanometerbereich befinden. Zu hochfrequenter Strahlung zählt die radioaktive Strahlung wie auch die Röntgenstrahlung, wie sie bei zahlreichen Untersuchungsmethoden angewandt wird. Hierbei handelt es sich um ionisierende Strahlung, die in der Lage ist, aus menschlichen Molekülen (= Verbund von einzelnen Atomen) Elektronen, also elementar negativ geladene Elementarteilchen, herauszulösen und somit Veränderungen in unseren Zellen und somit in unserem Gewebe zu verursachen.

Aus diesem Grund solltest du entsprechend angeordnete Untersuchungen und Therapieverfahren immer hinterfragen und deinen Arzt um eine alternative Methode bitten.

Strahlenbelastung Medizin

Strahlenschäden vermeiden:

5.) Stärke deinen Körper!

Ein starker Körper mit einem gut funktionierenden Immunsystem bleibt lange gesund. Das bedeutet zugleich, dass du strahlenintensive Untersuchungen und Therapieverfahren durch einen gesunden Lebensstil vermeiden kannst, denn dieser ist die beste Präventionsmaßnahme.

Eine nährstoffreiche, ausgewogene, basisch-orientierte Ernährung mit hauptsächlich naturbelassenen, pflanzlichen Lebensmitteln in guter Bio-Qualität in Kombination mit regelmäßiger Bewegung und einem guten Stressmanagement sind die beste Basis für einen gesunden Körper und Geist.

Weiterhin empfehle ich dir, deinen Körper regelmäßig zu entgiften und täglich Nahrungsmittel mit in deinen Speiseplan zu integrieren, die deine Zellen dabei unterstützen, bereits vorhandene Strahlenschäden zu reparieren. Wie das funktioniert und welche Nahrungsmittel für eine entsprechende Entgiftung besonders hilfreich sind, erläutere ich dir in meinem kostenlosen LIFE CHANGING Detox-Guide:

Kostenloser Detox-Guide

Sichere dir gleich das Video mit dem dazugehörigen Workbook und lasse es dir am besten heute noch in dein E-Mail-Postfach schicken, damit du direkt mit der Gesundheitsvorsorge starten kannst.

 

Strahlenschäden vermeiden:

6.) Nutze Schutztextilien!

Inzwischen werden zahlreiche Produkte auf dem Markt angeboten, die uns vor elektromagnetischer Strahlung schützen sollen. Das reicht von einfachen Aufklebern für Kleingeräte wie Smartphone, Laptop & Co., über strahlenabweisende Anhänger an Halsretten bis hin zu Schutztextilien und sogenannten Abschirmnetzen, die man sich wie ein Moskitonetz über das Bett hängt.

Inwieweit diese Produkte tatsächlich vor Strahlung schützen, ist bisher noch nicht eindeutig belegt. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass z.B. direkt am Körper getragene Wäsche oder auch ein Abschirmnetz mit entsprechend ausgestattetem HighTech-Garn (z.B. Swiss Shield) mehr Sicherheit vor direkter Strahlung auf unseren Körper bieten als z.B. ein einfacher Aufkleber auf dem Smartphone.

Sofern du mitten in der Großstadt in der Nähe von großen Telekommunikationsmasten wie 4G oder 5G lebst, ist die Anschaffung des einen oder anderen Produkts sicherlich eine Überlegung wert. Ob es tatsächlich etwas bringt, kann ich dir an dieser Stelle leider nicht sagen. Ich denke aber, dass es auch in diesem Bereich sehr bald wissenschaftliche Erkenntnisse und entsprechende Wirkungsnachweise geben wird. Es bleibt also spannend!

 

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Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/5G

https://www.bund.net/ressourcen-technik/elektrosmog/

https://www.diagnose-funk.org/publikationen/artikel/detail?newsid=1220

https://www.bfs.de/DE/themen/emf/kompetenzzentrum/mobilfunk/basiswissen/5g.html;jsessionid=E3B9D1F0CBB153BB9CF787E7DFA79A3E.1_cid349

https://praxistipps.chip.de/5g-strahlung-so-schuetzen-sie-sich-im-alltag_118849